Tier Therapie
Tanztherapeuten sind immer auf der Suche nach dem Menschlich-Allzumenschlichen. Sie suchen die «Animalität», das Tier, das fast wortgleich auch die Seele (Anima) und die Bewegung (Animé) meint. Alles drei steht in einer sehr alten verwandtschaftlichen Tradition. Schon der Grieche Aristoteles fasst den Menschen als Einheit von Körper und Seele auf, um so zwischen dem beseelten Wesen Mensch und jenem Tier zu unterscheiden, das nur «wie der Mensch» organisiert ist – als «zoon».
Ein Tier folgt seinen Instinkten, der Mensch aber hat eine Seele, die er auch nötig hat, um seine Tötungshemmung gegenüber dem Tier überwinden zu können, im Namen des Geistes (Animus), der ihn schützt und seine eigene Schöpfungsbestimmung darstellt. Der Mensch sei so Herr über die Natur.
Animus und Anima
Als Charles Darwin den Menschen im Wirbeltierbauplan wiederfindet, als ein Tier, seitdem ist der Mensch, wie Friedrich Nietzsche sagt, nicht mehr länger vom Göttlichen abgeleitet. Er ist wieder unter die Tiere zurückgestellt. Bis dahin war das Tierische das, was im Ästhetischen zu überwinden sei. Die Klassik, das Ballett, die Virtuosität, nichts darf ans Tierische erinnern. Das Animalische war immer nur ...
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When the curtain lifts on Cavalia, a woman and a gelding stand on a stage covered in sand. They appear to be strangers to one another – fine representatives of their species and sexes, reflected in the pool of water between them. But when the woman moves, the horse responds and when the horse moves, the woman responds. She offers him water from her hand, he drinks....
In «Sonntags-Abschied» steckt Abschied. Es ist etwa zwei Jahre her, dass Karlheinz Stockhausen mir einen Brief schrieb: «Ich muss Ihnen etwas zeigen.» Das war einige Jahre nachdem er mir erlaubt hatte, ein Stück zu seinem «Helikopter»-Quartett zu kreieren. Er empfing mich in seinem Studio und spielte mir «Sonntags-Abschied» vor. Es war wie der Gesang der Sirenen...
Tatjana Gsovsky beherbergte den Komponisten Hans Werner Henze, der im Gegenzug der Russin die Zwölftonmusik nahebrachte.
1952 entstand im Berliner Hebbel-Theater das Ballett «Der Idiot». Klaus Kinski mimte die Dostojewski-Figur. Ihm fiel ein Bühnenelement auf den Kopf. Für eine Weile verlor er das Bewusstsein. Ballett war noch Abenteuer. Was «Ballett» aber sei,...
