Austausch: Wüste trifft Wupper
Die ehemalige Béjart-Tänzerin Germaine Acogny ist für die afrikanische Tanzmoderne in etwa das, was Pina Bausch für die deutsche dargestellt hat. Acognys Schule, die École des Sables in Senegal, startet nun ein großes Austauschprojekt mit der seit bald zehn Jahren bestehenden Pina Bausch Foundation. Tanzschaffende, die in afrikanischen Tänzen ausgebildet sind, dürfen dazu Bauschs «Das Frühlingsopfer» (1975) mit ehemaligen Wuppertaler Interpreten auf einer Workshop-Tour einstudieren.
Zudem werden Acogny, die Gründerin der 20 Jahre alten École des Sables, sowie ein ehemaliges Ensemblemitglied vom Tanztheater Wuppertal gemeinsam ein Duett anhand ihres tänzerischen Erbes entwickeln. Der Doppelabend aus «Frühlingsopfer» und dem Duett soll im Frühjahr 2020 in Senegals Hauptstadt Dakar uraufgeführt werden, danach im Opernhaus Wuppertal zu sehen sein. An der Kollaboration beteiligen sich das Sadler’s Wells in London und das Théâtre de la Ville in Paris.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2019
Rubrik: Praxis, Seite 75
von
Unter einem Mangel an Selbstbewusstsein hat Berlin ja noch nie gelitten. Wo sonst prickelt die Luft wie Champagner, wird auf Teufel komm raus getanzt und die Kultur als Premium-Marke gehandelt? Okay, über München und Hamburg breiten wir den Mantel des Schweigens. Ansonsten behaupten wir einfach mal, dass die Idee eines Runden Tischs Tanz im Roten Rathaus...
Newcomer: Ursina Tossi
Die Werwölfin ist die archaischste unter den populären Horrorfiguren: Die Werwölfin ist von Hunger getrieben, aber anders als der Zombie leidet sie nicht unter diesem Trieb. Die Werwölfin ist Körper, Bewegung, Muskel, Zähne. Lust. Die Werwölfin ist, so betrachtet, ein dankbares Thema für die Darstellende Kunst. Da überrascht es, dass vor...
Peter Martins beim New York City Ballet, Jan Fabre in Belgien: Auch in der Tanzszene werden in Folge von #MeToo immer mehr Fälle von Machtmissbrauch, Gewalt und sexuellen Übergriffen bekannt. Frances Chiaverini und Robyn Doty wollen mit ihrer Initiative «Whistle While You Work» aufklären und den Betroffenen Gehör verschaffen. Mit Workshops waren sie bislang u. a....
