frau, körper, stuhl
Ein Kreis wird gezogen, weiße Kreide auf schwarzem Tanzteppichgrund. Stühle werden arrangiert. «Stand der nicht hier, gehört der nicht dorthin?» Geschäftiges Stimmengewirr auf Flämisch, Französisch, Englisch. Schließlich geben die aufgeklebten Zettel auf der Rückseite der Lehne Auskunft über die jeweils richtige Position des Möbelstücks. Wiederholtes Glattstreifen des Kleids, das zwei der fünf Tänzerinnen lässig über Leggings und unterm T-Shirt tragen. Probenkleider, die im Schnitt den späteren Bühnenkostümen gleichen, zur Gewöhnung an die beengte Beinfreiheit.
Aufgereiht warten die hochhackigen Pumps auf ihren Einsatz. Sobald sich die Tänzerinnen, jede am Boden sitzend neben ihrem Stuhl, zurechtgeruckelt haben, kann die Probe in den Brüsseler Rosas-Studios beginnen. Ruhe kehrt ein. Den Anwesenden den Rücken zugewandt, den Kopf gesenkt, die Arme hängend, verkörpert die Anfangsposition die Grundstimmung der Choreografie «Elena’s Aria». Nur wenige kennen das Stück aus Anne Teresa De Keersmaekers Frühwerk, das, uraufgeführt im Oktober 1984 in Brüssel, gut drei Jahre später aus dem Repertoire wieder verschwunden war. Selbst im eigenen Haus hat es kaum einer der heutigen Mitarbeiter ...
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Tanz April 2011
Rubrik: traditionen, Seite 54
von Irmela Kästner
...zu kleben, das ist ein Sport der freien Tanzszene. So übersieht man sie nicht. Dass Poster auch Choreografie sein können, daran versuchten sich jetzt die österreichischen Choreografen Philipp Gehmacher, Lisa Hinterreithner, Anne Juren, Amanda Piña und Christine Standfest. Anne Juren zerteilt die Bewegung eines Kopfes, Lisa Hinterreithner, Initiatorin des...
...erhielt den «Grand Prix» des diesjährigen «Tanzolymps» in Berlin, zudem wurde dem 18-Jährigen der erste Preis für hervorragende Leistungen vom Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik zuerkannt. Der in Hawaii geborene Allen kam letzten August von der Kirov Academy of Ballet in Washington an die Stuttgarter John-Cranko-Schule, an der er in der Klasse von Petr...
...hat soeben den «Mouson Award» erhalten. Die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung über 15.000 Euro hatte die Choreografin schon vor der Verleihung für ihr neues Stück «Q61» aufgebraucht, auch wenn es am Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm nicht als Uraufführung gezeigt wurde, wie es die Preisstatuten fordern. Ann Van den Broek, die davor mit ihren Stücken «We...
