Manulescu, Godder & Ventura

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Immer wieder hofft der «Kritiker» auf neue Talente. Hoffen wir, dass ihm niemand dabei zuschaut. Mancher Nachwuchschoreograf trägt ungleich schwerer wiegende Hoffnungen. Cosmin Manulescu aus Bukarest ist so einer, sein «Serial Paradise» war eine Entdeckung. Frisch, frech und kritisch analysiert er die für viele so leeren Versprechungen des Systemwandels. Manager, Arbeiter und Popstar tragen Schweinsmasken oder Unterhosen in Nationalfarben. Da haben auch Kinder ihren Spaß. Manulescu verkörpert Rumäniens Integration in Europa und darüber hinaus.

Als das Volk Ceausescu besiegte, war er 19 und war Mitbegründer der ersten zeitgenössischen Tanzkompanie des Landes. 2001 und 2003 brachte er gar ein internationales Tanzfestival mit auf den Weg, Bucar-Est-Ouest. Davor studierte er in Frankreich Kulturmanagement und Tanz. Heute erhält er Preise und reist um den Globus, ist begehrt als Partner westlicher Choreografen. Er ist, wie die Israelin Yasmeen Godder auch, eine Entdeckung des Festivals Uzès Danse. Godder tourt aktuell mit ihrem «Strawberry Cream And Gunpowder», wo die Interpreten mit hoch prägnanten Gesten davon erzählen, wie in einem schleichenden Krieg die Gewalt beider Seiten auch ...

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Tanz Jahrbuch 2005
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 100
von Thomas Hahn

Vergriffen
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