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Die Visionen seines Chefs umsetzen können: ein Tag im Leben des Tobias Ehinger.

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7.30 Uhr
Wenn Tobias Ehinger aufsteht, checkt er erst einmal – in aller Ruhe – seine E-Mails am Laptop. Dann tankt er Energie für den Tag: Auf dem Weg zum Theater liegt das Südbad, in dem er eine halbe Stunde seine Runden dreht. Zum Frühstück trifft er sich mit Xin Peng Wang. Etwa eine Viertelstunde lang besprechen die beiden, was anliegt. «Der Ballettchef bestimmt die große Linie, ich entscheide die Details», sagt Ehinger. Danach setzt er sich eine Stunde an seinen Schreibtisch im Ballettzentrum, der voll gepackt ist mit kleinen Papierbergen, und telefoniert.

Ehinger hat zwei Arbeitsplätze: einen im Theater in der Innenstadt und einen in dem neuen, lichtdurchfluteten Ballettzentrum im Westfalenpark.

Heute steht ein wichtiges Gespräch mit Hongkong an über eine neue Produktion von Xin Peng Wang. Für das Handlungsballett, das 2013 auch in der chinesischen Metropole herauskommen soll, hoffen beide, mit dem Komponisten Tan Dun und dem Filmregisseur Ang Lee zusammenzuarbeiten. Ein teures Projekt, das sie nur mit einem Partner stemmen können.

Danach beginnt Ehinger, die erste Sommerakademie zu organisieren, die das Ballett Dortmund in diesem Jahr mit rund 70 Teilnehmern aus aller Welt und ...

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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Karrieren im Theater, Seite 24
von Bettina Trouwborst

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