Sabine Hettlich

Rettet Sabine Hettlich den Friedrichstadtpalast?

Tanz - Logo

Sie haben während Ihrer vier Jahre als Star des Lido viel Bewunderung dafür gefunden, dass Sie auf Live-Gesang bestanden, Perücken und Federkopfschmuck verweigerten und hoch geschlossen statt mit nacktem Busen auftraten. Warum konnten Sie in Paris Ihre Bedingungen diktieren? Das war kein Diktat, sondern eine gute Zusammenarbeit. Der künstlerische Leiter hatte schon lange versucht, mich zu engagieren. Es war nie sein Anliegen, dass ich Playback singe, barbusig auftrete oder mit Kopfschmuck. Das denken nur alle. Allerdings war die Show für mich geschrieben.

Was haben Sie, was Ihre Konkurrentinnen nicht hatten? Risikobereitschaft. In Paris war es schon ein Thema, wie ich das durchhalten würde, zwölf Shows die Woche, jeden Abend zwei Auftritte mit Live-Gesang. Auch galten die Nummern als provokant. Ich bin nicht das Blondchen, das Showgirl, das nur Beine zeigt. Ich wollte eine Geschichte erzählen, als Mensch wahrgenommen werden, nicht als Kunstfassade.

Welche Bedingungen konnten Sie im Friedrichstadtpalast stellen, wo Sie seit Januar in der Revue «Glanzlichter» zu sehen sind? Es wurde ausgewechselt, was mir nicht gepasst hat. Der französische Teil zum Beispiel.

Gefällt Ihnen die Revue? ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2008
Rubrik: Celebrities, Seite 22
von Birgit Walter

Vergriffen
Weitere Beiträge
Christina Ciupke und Mart Kangro

Schwarze Luftballons ringsum. Wer im Kanuti Gildi Saal in Tallinn seinen Platz erreichen will, muss sich einen Weg erkämpfen. Doch Vorsicht: einmal danebengetreten, zerplatzt nicht bloß ein Traum. «I know what you think» ist auf einem Exemplar zu lesen. Ein Knall, und es ist in Nichts aufgelöst.
Christina Ciupke und Mart Kangro lassen sich Zeit. Sie tasten sich ab –...

Ausbilder im Wettbewerb

Der Satz will gar nicht wieder aus dem Kopf. «Ach, wie schön, dass mal wieder getanzt wird.» Von der Dame mit dem ondulierten Haar in der vorderen Reihe dem Gatten ins Ohr gesagt. Auf diese Weise den Umsitzenden unbeabsichtigt ins Hirn geträufelt. Irgendwie wirklich schön, dass mal wieder getanzt wird. Vor allem, wenn sie so jung sind, die Tänzer. Noch nicht...

Sidi Larbi Cherkaoui

Sidi Larbi Cherkaoui ist ein Glaubensforscher. Die Religionen und ihr ideologisches Unheil für die Menschheit, das Paradox zwischen menschlicher Offenbarungssehnsucht und religiöser Tyrannei sind hinreichend Stoff für ein künstlerisches Lebensthema.
In «Origine» will er grundsätzlich werden, zurück zu den Wurzeln der Wurzeln. Von der Mythogenese bis zur...