fallbeispiele

«Sacre» von Laurent Chétouane und James Wilton

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laurent chétouane_________
sacré sacre du printemps

Schon mal gar nicht die Männer hier, die Frauen dort, oder dass jemand tot daliegt am Ende. Darüber sind wir hinaus. Laurent Chétouane gewährt uns lieber einen Blick auf ganz unwuchtige, gebildete, taktvolle und jeglicher Raserei abholde Zeitgenossen.

Sein choreografischer Stil der anstrengungslosen Bewegung, die seinen Protagonisten zu geschehen scheint, bekommt dabei einen komischen Beiklang, so auffällig anders sieht das aus als bei Nijinsky und dem, was nach ihm üblicherweise mit großen Emotionen übers Opfern choreografiert wird. Der gelernte Theaterregisseur Chétouane inszeniert mehr heutige, ritual-ähnliche Gruppen-Gepflogenheiten. Da sagt keiner: Hier geht’s lang, alle mir nach! Sondern: Also, ich fänd’s mal schön, wenn wir ... Fünf Leute mit bemalten Gesichtern raffen sich ohne Eile zusammen und basteln an Entscheidungen. Sie verhandeln ständig miteinander, auf zum nächsten Schritt, dem Fortschritt, dem Glück (denn manchmal schweben sie auf Zehenspitzen wie in einer Utopie herum). Einmal richten sie sich sogar ans Publikum.

Die Tänzer wirken, als redeten sie beim Armeheben und Kniebeugen, vermeiden aber alle klischeehaften ...

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Tanz Mai 2013
Rubrik: le sacre du printemps, Seite 11
von

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