tino sehgal
Tino Sehgal, was bekommen wir im Haus der Berliner Festspiele und im Martin-Gropius-Bau zu sehen? Im Haus der Berliner Festspiele wird «This Progress» gezeigt, das schon im Guggenheim in New York und auf der Agora in Athen zu sehen war. Im Gropius-Bau gibt es eine Art Werkschau im Lichthof und den angrenzenden Räumen. Da gehen meine einzelnen Werke ineinander über, im Grunde wie Szenen.
Waren das bei «This Progress» nicht Menschen verschiedenen Alters, die den Besucher immer wieder mit der Frage nach dem Fortschritt konfrontieren? Genau.
Die Besucher werden von einem Kind gefragt: Was ist Fortschritt? Und dann wird, ausgehend von ihrer Antwort, dieses Gespräch weitergeführt von Teenagern, Erwachsenen und Senioren. Dieser Fortschrittsgedanke reicht zurück in die Zeit, als Museen regelrechte Habitualisierungs-Maschinen waren. Sie wurden ja auch erfunden, um eine lineare Idee von Zeit, von Fortschritt zu vermitteln, die vor 300 Jahren in der Gesellschaft noch gar nicht verankert war. Ein lineares Zeitverständnis ist nicht selbstverständlich. Es muss körperlich eingeübt werden, und klassische Museen verräumlichen ein solches lineares Verständnis von Zeit: Man läuft durch Räume, die ...
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Tanz Juli 2015
Rubrik: menschen, Seite 28
von Arnd Wesemann
war ein «interdisziplinäres Experiment 1933 – 1957», so der Untertitel der Berliner Ausstellung im Museum Hamburger Bahnhof. Diese Schule in den Rocky Mountains war zunächst ein Zufluchtsort. Der Reformpädagoge Andrew Rice wurde an seinem College im kalifornischen Florida gefeuert, zeitgleich floh das Bauhaus vor den Nazis. 1933 kamen Josef und Anni Albers hierher,...
Rose Breuss kommt aus Vorarlberg und hatte eine Karriere als Eiskunstläuferin vor sich, als sie mit 15 Jahren erkannte, dass ihr ein Leben zwischen Preisrichtern und Sportvereinen nicht genügen würde. Sie suchte stattdessen: eine Verbindung zwischen Intellekt und Motorik, zwischen Geist und Körper, und das in größtmöglicher Offenheit. Nach dem Abitur begann sie in...
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darcey bussell
In den 1970er- und 1980er-Jahren gab es von der BBC immer wieder mal diese seriösen, aufwändig gemachten Tanzdokumentationen mit Margot Fonteyn. Mit vielen Archivschnipseln, Interviews, Karrierezeugnissen – und vor allem mit Dame Margot höchstpersönlich als ewig eleganter, ewig lächelnder TV-Gastgeberin. Daran fühlt man sich jetzt...
