Carolyn Carlson: «If to Leave is to Remember»
Carolyn Carlson: Entschuldigen Sie die Verspätung, ich war gerade so richtig mitgerissen von meinem Improvisationskurs. Das Thema war «blind sein». Was da zwischen den Tänzern abging, war unglaublich spannend.
Ich wollte Sie genau danach fragen, denn Sie haben oft zu Jazz mit Joachim Kühn improvisiert. Was bedeutet Ihnen Improvisation heute? Sie ist noch immer die Grundlage meiner Technik. Ich suche gern gemeinsam nach Ideen mit den Leuten, mit denen ich zusammenarbeite. Ich organisiere Events und tanze.
Das hängt mit der Zen-Philosophie zusammen, die auf absoluter Erfahrung des Augenblicks beruht. Und darum geht es im Tanz. Bereit sein für jeden neuen Augenblick, damit sich unvorhergesehene Möglichkeiten auftun. Jeder darf sein Glück versuchen. Aber mit der Zeit löse ich mich von dieser Idee, denn die Leute haben dieses Klischee im Kopf, wo ein Guru unter einem Baum sitzt und Wolken anstarrt.
Wie lief die Arbeit für «If to Leave is to Remember», Ihr neues Stück mit dem balletttheater münchen? Die Grundidee ist die Trennung von der Mutter, dem Zuhause, dem Leben. Wir alle trennen uns von etwas, das ist ein normaler Vorgang. Der Titel stammt aus einem Gedicht, das ich schrieb, als ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Nigel Charnock’s three year contract with the Helsinki City Theater Dance Company is over and another man has stepped in to lead the group of ten top dancers. The new director, for two years as of January 2006, is one of the dancers: Ville Sormunen. Previously Charnock‘s choreographic assistant and administrative hand, Sormunen already had experience of sitting...
Tokyo is a big, buzzing, chaotic city; the epitome of the metropolis, the stylized “mega city.” I am gradually coming to realize that this stylization is Tokyo’s subtext, but where does it come from? I would describe it as the result of a process of alienation leading to liberation from redundancy and the strait-jacket of “reality.” As an observer, I am no longer...
«Tanz in Schulen» ist ein Modellprojekt des NRW Landesbüros Tanz. Wie ist es gelungen, andere Länder davon zu überzeugen, dass Tänzer die besseren Schüler sind? Wir haben keinen überzeugt, andere sind auf uns zugekommen. Mittlerweile gibt es die TanzZeit Berlin, «Tanz und Schule» in München und viele andere. Derzeit gründen sich sprunghaft überall Initiativen, ob...
