Auf der Tagesordnung

Tanz - Logo

Auf der Tagesordnung steht die Auflösung der Noverre-Gesellschaft erst 2010 wieder: bei der nächsten Mitgliederjahresversamm-lung, als Punkt fünf. Zeit genug, die Situation des Vereins zu überdenken. Das ist auch nötig, denn die «Freunde des Balletts» handeln nicht aus Selbstzweck, sondern um einer Institution willen: der des Stuttgarter Balletts.
Dass Anfang Februar mit der Freundschaft Schluss sein sollte, «die Nachricht hat mich echt erschreckt», schreibt Hamburgs Ballettintendant John Neumeier in einem Brief.

So eine Einrichtung darf nicht sterben, denn: «Anders als ein Maler oder Schriftsteller kann Choreograf nur einer sein oder einer werden, wenn er die Gelegenheit hat, mit Tänzern zu arbeiten und diese Arbeit (wie sie auch geworden ist) einem Publikum zu zeigen ... Ich selber hätte meine choreografische Laufbahn in Europa nicht so beginnen können, und sie wäre anders verlaufen ohne die Unterstützung Fritz Hövers und seiner fördernden Gesellschaft.»
Wie auch William Forsythe, Jirí Kylián, Uwe Scholz, Christian Spuck, Marco Goecke und unzählige andere gehört der Intendant des Hamburg Ballett zum Kreis jener 144 Debütanten, die bei insgesamt 1011 Vorstellungen als «Junge ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2009
Rubrik: Boulevard, Seite 23
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Nazareth Panadero

«Gespenster müssen sich auch mal setzen», findet Nazareth Panadero und klopft einladend neben sich auf die Sitzfläche eines Stuhls. Mit zwei Gläsern in der Hand wendet sie sich verschwörerisch an das Publikum: «Bei Vollmond wird man nicht besoffen.» Aus rauer Kehle, fast verächtlich, stößt sie das Wort «besoffen» hervor. In «Vollmond» gibt die Spanierin, wie in so...

Gret Palucca

 

Gret Palucca ging Anfang der 1980er «vor laufenden Kameras auf eine Gruppe junger Schülerinnen zu und fragte sie gut gelaunt, was sie denn wollten vom Tanz. Ein Mädchen streckte sich und antwortete routiniert und deutlich, es gehe darum, den Menschen im Sozialismus eine Freude zu bereiten. Palucca stutzte, ihre Gesichtszüge verdüsterten sich, und sie sagte dann...

Das Wunder von Köln

«Oh Gott, oh Gott, das ist aber schade. Und nicht gut für das Image des Ruhrgebiets.» So reagierte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff auf die kurzfristige Absage der Stadt Bochum an die Loveparade. Eine Woche später, gefragt, ob er die Loveparade nicht nach Düsseldorf holen wolle, wehrte der CDU-Politiker heftig ab: Die Hinterlassenschaften der...