Taylor, Kohler, Bombana, Bordin: «Kreationen»
Birgit Keils Karlsruher Ballettkompanie heimst mit Klassikerproduktionen Erfolge ein. Der neue Ballett-Vierteiler am Badischen Staatstheater, der Choreografien unterschiedlicher Qualität im vielsagenden Titel «Kreationen» zusammenfasst, deutet immerhin die lustvoll ausgekostete Freude an, mit der die jugendlichen Ballerinen und Tänzer moderne Formen ausprobieren. Am weitesten entfernt sich Philip Taylors «Strange Waters» zu einer Musikcollage von Fitkin aus dem Dunstkreis konservativer Tanzphilosophie.
Seine tänzerische Erkundung der «Normalität des Fremden» verwandelt Emotionen der Angst und Abwehr und ihre Überwindung zu rasanten Bewegungssequenzen. Die in Neonfarben kostümierten Akteure fangen Träume und menschliche Annäherungen unserer Zeit ein, was ihnen mit isoliert bewegten Körperpartien, explosionsartig beschleunigten Einzelaktionen und bis zur Erschöpfung stimulierten, schmiegsamen Körperkontakten (Höhepunkt Felipe Rocha und Antonia Vitti) gelingt. Terence Kohlers «In The Near Distance» (zu Musiken von Twin und Ligeti) wirkt einfallsreich, aber auch konstruiert. Komplexe Krankheitssyndrome schizophrener Persönlichkeiten entfalten sich aus der Konfrontation von tanzenden ...
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