The chef
Bei einer Premierenfeier schwebt ein Hauch Ballerina an uns vorbei, zwei Kolleginnen rollen die Augen. Eine raunt: «Deshalb schicke ich meine Tochter nicht ins Ballett.» Zustimmung von allen Seiten, ausgezehrt, die Arme; alle stürzen sich auf die Häppchen. Ich staune. Wie bedauernswert Ballett-Tänzer sind – vom angehimmelten Stern zum verhungerten Mangelwesen. So weit sind wir also. Was wurde aus «Wer schön sein will, muss leiden»? Das war doch einer der Grundsätze aller Ballettlehrerinnen. Aber der Satz stammt aus anderen Zeiten.
Heute kommt Wellness vor Fitness, Selbstentfaltung vor Selbstverleugnung und Entspannung vor Askese.
Oder? Was ist aus dem Schlankheitsideal geworden? Ich brauche einen Kronzeugen. Philip Taylor. Seit gestern ist der 47-jährige ehemalige Tänzer des Nederlands Dans Theater nicht mehr Direktor des Balletttheater München, das jetzt Tanztheater München heißt. Jetzt widmet er sich jenen schönen Dingen – Reisen, Trainieren –, die vorher nicht in seinen Terminplan passten. Und einer Leidenschaft, die er nie aufgegeben hat: dem Kochen. Als ich ihn anrufe und um eine Expertenmeinung zur Genussfeindlichkeit seines Metiers bitte, lädt er mich zum Essen ein. Es wird ...
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Kerstin Kussmaul works as a movement teacher and choreographer/improviser. She received her M.A. at the Mozarteum Salzburg and studied Somatic Movement & Participatory Arts in Berkeley. She co-hosts an international series for contact improvisation research. From 2002 to 2005 she was artistic co-coordinator for ImPulsTanz workshops & research, in 2008 she will...
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff entwarf schon vor zwanzig Jahren, damals als Stadtdirektor in Neuss, ein architektonisches Entwicklungskonzept für die Kleinstadt am Rhein. Der Volksmund sprach von «Big Brocky». Die Pläne wurden kleingedacht, bis wenig von ihnen übrig blieb. Jüngst sah der NRW-Kulturstaatssekretär wieder nach den Sternen. Ein Giga-Ballett für die...
Last night was the first occasion upon which I was thankful I am a compulsive smoker. Standing outside the Rotterdamse Schouwburg, during the intermission of Scapino Ballet’s new program “Waveland,” I caught sight of Marco Goecke. He appeared both radiant and fragile, cloth-ed in a black coat and scarf and a pair of jeans alluringly embossed with gilded flowers....
