paul taylor et al.

sag niemals nie

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Er gehört zu den Großen des Fachs, ist 83 Jahre alt und findet es somit an der Zeit, sein Haus zu bestellen. Dabei lässt er sich von der Überzeugung leiten: «Auch ein Museum kann zeitgenössisch sein.» Mit diesem Slogan verkündete Paul Taylor, dass er seine Kompanie ab 2015 breiter aufzustellen gedenkt und deren Spielplan mit Werken anderer Choreografen bestücken will. Wohlgemerkt nicht irgendwelcher Kollegen, sondern «Meisterwerk»-Lieferanten, die durchaus bereits das Zeitliche gesegnet haben dürfen.

Die Paul Taylor Dance Company soll sich zu Paul Taylor‘s American Modern Dance erweitern und im Lincoln Center Quartier nehmen, um dort die Avantgarde von gestern zu pflegen – und die von morgen zu päppeln. Vorgesehen ist, nebenbei talentierte Nachwuchsleute heranzuziehen und ihnen eine Plattform für erste Arbeiten zu offerieren.

Warum tut Taylor das? Er könnte schließlich, wie Merce Cunningham, das Farewell seiner Truppe für einen Zeitpunkt nach dem eigenen Ableben festlegen und verfügen, dass sein Schaffen umfassend archiviert, konserviert, digitalisiert wird – mit allen Mitteln, die das Licht der schönen neuen IT-Welt schon erblickt haben oder bald erblicken werden. Anders als ...

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Tanz Oktober 2014
Rubrik: menschen, Seite 30
von Dorion Weickmann

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