Serie: Master-Macher – Jennifer Lacey, École des beaux-arts in Lyon
Tanz, Performance und der Körper gehören nun im zweiten Jahr zum Lehrprogramm der École nationale supérieure des beaux-arts in Lyon. Die Verantwortung für den Bereich liegt in den Händen von Jennifer Lacey, die das entsprechende Seminar selbst anbietet. Doch warum sollen Kunststudenten tanzen? Vielleicht weil es die einfachste, direkteste und wohl auch kostengünstigste Art ist, der Lawine theoretischer Seminare ein Stück Praxis entgegenzusetzen. Tanz ist Recherche, am eigenen Körper erfahren. Zur Recherche gehört eine Methode.
Und so schlägt Lacey vor: Fangen wir doch bei uns selbst an, das Verhältnis von subjektivem Erleben und objektiver, kunstgeschichtlich belegter Erfahrung auszuloten.
Die Amerikanerin ist als interkulturelle und interdisziplinäre Performerin zwischen Paris und New York selbst Teil der Kunstgeschichte. Mit Performances wie «$Shot», «Châteaux of France», «This is an Epic», «Mhmmmm», «Culture et adminis-tration» und ihren Workshops hat sie sich einen Namen gemacht und verbindet heute Lehre, Forschung und Praxis im Geist Yvonne Rainers, in deren postmoderne Fußstapfen sie immer mehr tritt. Es beschäftigt sie sehr, dass Tanz und moderne Kunst zunehmend engere ...
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Tanz Dezember 2014
Rubrik: praxis, Seite 72
von Thomas Hahn
bildbiografie_________
jürgen rose
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