guys ‘n’ girls
Was hat man gestaunt bei «Qi», der letzten Revue im Berliner Friedrichstadtpalast. Nicht zuletzt darüber, wie sehr man sich selbst hat mitreißen lassen von diesem Strudel aus Show-tanz, Girlsreihen, Akrobatik, Zauberei, Opulenz und Kitsch. Jetzt sollte alles noch viel besser und aufregender werden, in der zweiten, unter Leitung des neuen Intendanten Berndt Schmidt produzierten Show: «Yma». Acht Millionen Euro hat das Ganze gekostet, so viel wie keine Show zuvor. Acht Choreografen waren beteiligt, auch das hat es bislang nicht gegeben.
Aber selbst bei Glitzerrevuen geht es nicht ums Geld allein. Wenn nicht alles glänzt, liegt es durchaus auch an den Tanznummern, denen sehr viel mehr Raum gegeben wurde als in der letzten Show. Eine große Chance für das Ballett des Friedrichstadtpalasts. Ungeheuer aufregend sei es für sie gewesen, mit so vielen Choreografen arbeiten zu können, sagt Ballettdirektorin Alexandra Georgieva. Zwei oder drei, maximal vier Choreografen sind üblich in Shows in der Größenordnung, wie sie der Friedrichstadtpalast präsentiert. Lebensnotwendig für eine Revue, so Alexandra Georgieva, seien die unterschiedlichen Handschriften. «Eine Revue ist eine Parade von ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Eine Aufführung einfach sympathisch zu finden, ist eigentlich das Schlimmste, was man über sie sagen könnte. Genau dieses Gefühl aber hat «You’ve changed» von Thomas Hauert nach seiner Premiere in Lissabon hinterlassen. Tänzer, frei von geschlechtlicher Zuschreibung, sind mit frei fließenden Bewegungen auf der Bühne unterwegs, während dieselben Tänzer noch einmal...
ist gegenwärtig der Darling des Balletts. Der 1977 geborene Franzose kam im Alter von 16 Jahren zum New York City Ballet, stieg dort zum Solisten auf und schwimmt seitdem auf einer Welle der Kreativität. In New York choreografiert er in immer rascherer Folge für die weltberühmte Kompanie, im vergangenen Jahr schuf er die Tanzeinlagen für den im Ballettmilieu...
Seit dreißig Jahren schreibt sie selbst Anträge, seit zwanzig Jahren sitzt sie in Beiräten und Gremien, die darüber diskutieren, wessen Kunst es würdig ist, mit Zuwendungen bedacht zu werden. Zehn Jahre lang, bis 2000, baute Sigrid Gareis die Abteilungen Theater/Tanz und Internationaler Kulturaustausch im Siemens Arts Program auf und war an der Gründung von vier...
