polina, danser sa vie
Choreografieren allein reicht ihm nicht.
Angelin Preljocaj stellt zeitgleich mit der Premiere seines neuen Stücks «La Fresque» einen abendfüllenden Spielfilm vor: «Polina, danser sa vie». Das Szenario basiert auf der Graphic Novel von Bastien Vivès (tanz 11/11), erweitert aber dessen psychologisch-atmosphärischen Ansatz zu einer richtigen Biografie. Valérie Müller hat die Adaption entworfen. Sie ist Dokumentarfilmerin, Filmproduzentin, Koautorin von Drehbüchern und außerdem Preljocajs Ehefrau.
Ihre Idee war es, aus der Ballettelevin Polina Oulinov, die in Moskau an der berühmtesten Kaderschmiede studiert, eine Figur zu machen, die über den Tanz zu sich selbst findet. Polinas Freiheitsdrang kündigt sich schon an, als sie von der Ballettstunde in ihren Vorort zurückkehrt. Im Schnee, vor der Kulisse von Plattenbauten und Kraftwerkstürmen, ballt sie die Fäuste und beginnt, etwas allein aus sich selbst zu schöpfen.
Am Ende des Films steht ein klares Bekenntnis: «Ich bin nicht länger die Polina vom Bolschoi. Ich will der Welt in die Augen schauen.» Da sieht sie sich schon als künftige Choreografin in der belgischen Szene. Tatsächlich führt ihr Weg ans Ballett von Aix-en-Provence (wo im ...
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Tanz November 2016
Rubrik: Produktionen - Im Kino, Seite 14
von Thomas Hahn
Mozart nennt seine «Entführung aus dem Serail» ein «Singspiel». La Scintilla dei Fiati machen daraus ein «Hörspiel». Gäbe es einen Choreografen, der ihre Einspielung einem Ballett zugrunde legte: Müsste er es nicht konsequenterweise als ein «Tanzspiel» ausweisen? Opernballette gibt es ja zuhauf, und eins der umstrittensten war die «Zauberflöte», die Maurice Béjart...
Nir Arieli, welche Idee liegt Ihrer «Flocks»-Serie zugrunde? In «Flocks» bin ich der Frage nachgegangen, was in den Körpern von Tänzern übrig bleibt, wenn der Tanz geendet hat. Wenn die Bewegung den Körper verlassen hat, der performative Akt erschöpft ist und nur noch die Möglichkeit von Bewegung unter der Oberfläche zurückbleibt. Was den Titel «Flocks» betrifft:...
Acht Monate nach seiner Ernennung hat die Leitung der Mailänder Scala Mauro Bigonzettis Rücktritt vom Posten des Ballettchefs bekannt gegeben. Im offiziellen Statement heißt es, der «Maestro» demissioniere «aufgrund eines anhaltenden Rückenleidens», eine fachärztliche Krankschreibung liegt vor. Klar ist aber auch, dass der Funke zwischen Bigonzetti und dem Ensemble...
