Die Neue für Israels Tanzhaus: Naomi Perlov
Tanzhäuser gibt es nicht wie Sand am Meer. Zu den ältesten der wenigen zählen das Mercat de les Flors in Barcelona (1983) und das Suzanne Dellal Centre in Tel Aviv. Letzteres hat, nach 35 Jahren, seinen Gründer in den Ruhestand verabschiedet: Yair Vardi, 71, einst Tänzer beim britischen Ballet Rambert, konnte 1989 eine ehemalige hebräische Mädchenschule mit Hilfe der Dellal-Familie zu einem Tanzhaus um- und ausbauen. Seine Tochter nennt ihn heute einen Workaholic und «Social Superman der Alten Schule».
Schule und Bühne sind Heimat der Batsheva Dance Company und des Inbal Dance Theatre sowie Ausrichterin u. a. der Israelischen Tanzplattform. Vardis Nachfolgerin ist die 60-jährige -Naomi Perlov. Sie war Ballettmeisterin bei Angelin Preljocaj in Aix-en-Provence, dessen Werke sie weltweit einstudiert hat, und lange bei Batsheva tätig, bis 1989 auch auf der Leitungsebene. Perlov gilt in Israel als die Tanzpädagogin schlechthin. Sie hat mehrere professionelle Ausbildungsprogramme für Tänzer und Lehrer entwickelt und diese in einen unverwechselbar israelischen Tanzstil einfließen lassen. Ihre Ernennung aus dem naturgemäß engen Kreis heimischer Persönlichkeiten gilt als konsequent.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2020
Rubrik: Side Step, Seite 29
von Arnd Wesemann
Mit «Cinderella» gab Gregory Dean, seit 2013 Principal Dancer beim Königlich Dänischen Ballett, sein Choreografie-Debüt in Kopenhagen. Sensationell war das nicht, und insofern bleibt es erstaunlich, dass man ihn im Anschluss daran sogleich auf Leben und Werk der großen dänischen Schriftstellerin Karen Blixen angesetzt hat. Deren Bücher sind subtil, dramatisch,...
Dancing Machines
In Besançon, 160 Kilometer von Basel entfernt, findet derzeit eine sehr bemerkenswerte Gruppenausstellung statt – mit Künstlern wie Senga Nengudi, -Tony Oursler, Erwin Wurm und mit Choreografen wie William Forsythe, La Ribot und Wagner Schwartz. Die Ausstellung will nichts weniger als hinterfragen, wie genau diese beiden Disziplinen...
Dass der Schlaf der Vernunft manchmal Ungeheuer gebiert, ist nichts Neues. Schon Goya hat das in seinen Radierungen thematisiert. Auch einige Märchen handeln davon, und das bekannteste ist «Dornröschen», das in der Sammlung der Brüder Grimm harmloser erscheint, als es in Wirklichkeit ist. In der ursprünglichen Vorlage von Charles Perrault, der auch Tschaikowskys...
