Zwillinge
Jirí und Otto Bubenícek sind die Zwillinge des Balletts schlechthin. John Neumeier holte sie 1993 von Prag nach Hamburg. Dreizehn Jahre später versuchten sie es mit getrennten Wegen. Jirí wechselte ans Dresdner SemperOper Ballett, Otto blieb. Jetzt tanzt er den «Orpheus» von John Neumeier. Er sollte die Zweitbesetzung sein. Als sich der Weltstar Roberto Bolle aufgrund einer älteren Verletzung außerstande sah, die Premiere zu tanzen, war Otto Bubenícek ganz vorn: auch auf der Titelseite von ballet-tanz.
Es ist ein Rollenspiel.
Wer vorn, wer hinten ist im Ballett, ist eine Folge blitzartiger Entscheidungen und kleiner Zufälle. Jeder weiß das, und jeder beschwichtigt den Neid mit dem Hinweis auf jahrelanges Training, großen Ehrgeiz, langen Atem – den andere genauso haben. Schnelle Entscheidungen, kleine Zufälle: Welcher Bruder vorn ist und welcher hinten, haben die beiden, die ihre eigene Gala «Bubenícek & Friends» in Prag auch als Choreografen ausrichten, immer wieder ausgelotet. Ihre Ähnlichkeit hat ihre Trennung bewirkt.
Umgekehrt wird auch ein Schuh daraus. ballet-tanz schaute über ein Jahrzehnt lang mit Argusaugen auf tanz-journal – und vice versa. Als 2007 beide Zeitschriften ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Temps d' images in Düsseldorf ist Teil eines Festivalzirkus, den man ausnahmsweise ganz positiv so nennen darf. Dieses Wanderfestival stellt tatsächlich die attraktivsten Sensationen aus dem Grenzbereich von Tanz und Bildender Kunst aus. Eine unserer Favoritinnen ist diesmal die in Zürich geborene Nicole Seiler. Sie lässt die Tänzerin YoungSoon Cho Jaquet sich in...
Der Bestseller «My Stroke of Identity» der Hirnforscherin Jill Bolte Taylor – die bedrückende Geschichte ihres eigenen Schlaganfalls und ihrer langsamen Genesung – hatte Cherkaoui tief beeindruckt und schließlich zu «Orbo Novo» inspiriert. Ihre Worte wurzeln in ihrer Wahrnehmung sich auflösender physischer Grenzen und unser aller innerer Dualität. Hier sind die...
Seit 2007 siedelt das Tanzlabor_21 ein Projektensemble am Frankfurter Mousonturm an. Die künstlerischen Teams setzen sich in wechselnder Besetzung aus Studienabsolventen aus Frankfurt und Gießen zusammen, ergänzt durch externe Tänzer. Ziel des Projektensembles ist die Stärkung des Nachwuchses in der Region. Daher richtet sich diese Ausschreibung explizit an...
