Screening 6/18
Ava Gardner, die Flamenco-Diva Hollywoods
«Sie kann nicht spielen. Sie kann nicht sprechen. Sie ist umwerfend. Nehmt sie unter Vertrag!» So soll sich MGM-Chef Louis B. Mayer nach der Sichtung von Probeaufnahmen begeistert haben. Ava Gardner war damals gerade mal 19, atemberaubend schön, dabei bodenständig und zugleich von einer Animalität, die immer wieder als «katzengleich» beschrieben wurde. Vielleicht taugte die zufällig entdeckte Schauspielerin ja im Grunde eher zum Tanzen, was «We Were Dancing», einer ihrer ersten Kurzfilme, zumindest vermuten lässt.
Entdeckt hat sich die Femme fatale als Tänzerin erst später, als sie sich während der Dreharbeiten zu dem Film «Die barfüßige Gräfin» in die fiktive Flamencokünstlerin Maria Vargas verwandeln musste: eine Rolle, in die sie sich offenbar so hineinsteigerte, dass sie auch im eigenen Leben nicht mehr davon freikam und jahrelang durch spanische Nachtclubs als Tänzerin tingelte. Der spürt Sergio G. Mondalo in seiner arte-Dokumentation jetzt nach. Es dürfte spannend werden, ob sich das Bild der Hollywood-Diva dadurch etwas differenzierter gestaltet. Schließlich muss Ava Gardner ja was gekonnt haben.
Am 25. Juni, 22.15h, und 5. Juli, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2018
Rubrik: Kalender, Seite 50
von
Welches Kunstwerk hat Ihr Leben bewegt, Sie selbst verändert? Für die wenigsten dürfte es auf diese Antwort vermutlich das eine große Ereignis geben. Auf welche Kunst-Erschütterung soll man sich besinnen? Die Erschütterung der Selbsterkenntnis durch Kunst, die endlich sortiert und formuliert, was da als Chaos in uns tobt? Die Erschütterung durch überwältigende...
Mehr als ein Jahr lang wird ab September 2018 der einhundertste Geburtstag von Merce Cunningham gefeiert, und das weltweit: Insgesamt 60 Organisationen und Tanzkompanien beteiligen sich am Centennial, bei dem auch ältere, lange nicht mehr aufgeführte Werke gezeigt werden sollen. Neben Neueinstudierungen sind Filmvorführungen aus dem mittlerweile gut gefüllten...
Viel Jubel gibt es auch in der ersten Aufführung nach der Premiere von Luciano Cannitos «Romeo und Julia», vor allem für Natalia Krekou und Jean-Blaise Druenne in den Titelpartien. Die 2008 entstandene Choreografie hat Luigi Neri in Chemnitz einstudiert.
Der Platz vor dem Palazzo der Capulets in Verona zitiert zunächst das Ambiente des 15. Jahrhunderts. Wenn in...
