Gradimir Pankov über Les Grands Ballets Canadiens
Gradimir Pankov
wenn man Montréal hört, denkt man unwillkürlich an Marie Chouinard, Ginette Laurin, Édouard Lock, Dave St. Pierre – nicht unbedingt an Les Grands Ballets Canadiens, die ebenso oft im Ausland gastieren. Woran liegt das? Weil man fälschlichlicherweise Les Grands Ballets Canadiens noch immer als ein klassisches Ensemble einschätzt, das vor allem den Publikumsgeschmack bedient, während die anderen das Zeitgenössische repräsentieren.
Das mag mal so gewesen sein, entspricht aber nicht mehr der Gegenwart. Ich habe, wie schon zuvor am Grand Théâtre de Genève, das Repertoire vollkommen geändert, ohne das Publikum zu verlieren.
Wie sieht Ihr Publikum denn aus? Wir haben zu fünfzig Prozent jüngere und junge Zuschauer. Für das ältere Publikum, das nun mal traditionelles Ballett sehen will, laden wir pro Jahr eine Kompanie wie das Bayerische Staatsballett ein. Wir selbst haben, den unvermeidlichen «Nussknacker» ausgenommen, keine Klassikerproduktion mehr im Programm. Mit 34 Tänzern lässt sich so etwas nicht verantworten – was nicht heißt, dass wir ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Freiheit – so fühlt sich dieser Tanz an. Mit Macht treibt er voran, strömt auf die Bühne wie angesogen von der ersehnten Aussicht, taumelt weiter, schneller, schwindelerregend, immer näher an den endlosen Himmel heran. Leidenschaftlich werfen die Tänzer ihre Arme und Beine in die Luft, als wären es Flügel und sie könnten sich in die Luft schwingen und das Dach des...
Joe Alegado, seit zwanzig Jahren leiten Sie Intensiv-Workshops am Sportinstitut Tübingen. Ihre Seminare sind voll, Ihre Studierenden sind eine Mischung aus Tanzbegeisterten und professionell Unterrichtenden. Was bringen Sie ihnen bei? Mein Schwerpunkt liegt auf der Limón-Technik....
Die 30. Saison des Maison de la danse in Lyon wird die letzte von Guy Darmet sein. Der Gründer des Hauses legt zugleich auch die Leitung der Biennale de la danse nieder. Ein Nachfolger, der beide Flaggschiffe mit so viel natürlicher Autorität und Ausstrahlung leiten kann, dürfte schwer zu finden sein. Der Posten wird nun international gesucht. Die Bewerbungsfrist...
