sprachtänzer
Sie sind ausgewiesene Theaterregisseure, Laurent Chétouane zum Beispiel. Ihre Spezialität: Sie arbeiten mit Tänzern wie einst Achim Freyer oder choreografieren den Schauspieler wie vordem Einar Schleef. Was vor zwanzig Jahren als fast einsame, aber hoch gelobte Avantgarde begann, hat es heute noch immer schwer. Da mischt zwar der Intendant der Berliner Schaubühne, Thomas Ostermeier, sein Ensemble gelegentlich mit dem Ensemble Dorky Park von Constanza Macras. Und Falk Richters Regie trifft dort auf die Choreografie der Niederländerin Anouk van Dijk.
Aber eine breite Front des Körpertheaters hat sich nicht aufgestellt. Fast auf jeder Opern- und Schauspielschule wird zwar gelehrt, dass die Studenten sich als Sprach- oder Stimmkörper betrachten dürfen, wie anderswo der Tänzer sich durchaus als Hersteller von Körpertexten bezeichnen soll. Aber was passiert in der Praxis?
Natürlich hat die Generation von Meg Stuart und Jérôme Bel Spuren gelegt, als es ihr darum ging, den Kunstprozess als solchen, die Repräsentation und Rezeption, zum Thema zu machen. Mit ihren Fragen «Wer bin ich, der auf der Bühne steht und Zuschauern etwas vormacht?» oder «Was soll diese Bewegung repräsentieren?» haben ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
ist ein Mann mit Anziehungskraft, darum heißt seine Kompanie Gravity. Die Haare bereits wunderschön ergraut, die 50 hat er schon geknackt. Zu seinen Freunden zählt der berühmte Performer und Theoretiker Guillermo Gómez-Peña – auch nicht mehr der Jüngste. Schön tanzen gehört, altersmäßig, nicht mehr in die Kategorie «schön aussehen». Was selbst Frauenzeitschriften...
Es ist fraglos John Neumeiers monumentalstes Werk. Das, mit dem er sich am längsten auseinandergesetzt hat, sein , wie er bekennt, intensivstes Schaffenserlebnis seiner Karriere. Immer wieder während der Entstehung hat er gerungen, ob es richtig ist, sich eines solchen «Heiligtums» der Musik anzunehmen. Neumeiers Choreografie zu Johann Sebastian Bachs Passion war...
In Frankreich formt die Amerikanerin finnischen Ursprungs Wörter zu Gedichten, «visuelle Poesie» choreografiert sie, was nun in einer fotografischen Gedichtsammlung mündet. Auf dem Titel prangt ein Bild aus ihrem Film «Writings in the Wall» (1979). Ihr Gesicht überzieht sie mit schamanistischen Pinselstrichen. Dreißig Jahre Tanz werden in dem Buch eingefangen, von...
