Mathilde Monnier

Immer auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Begegnung. Mathilde Monnier brauchte Jahre, um aus dem Schlagschatten von Dominique Bagouet herauszutreten. Thomas Hahn genoss mit ihr die Sonne im Ursulinenkloster von Montpellier

Tanz - Logo

Mathilde Monnier, die Entdeckerin. Immer auf Abwegen, immer auf dem Sprung, Tanz infrage zu stellen, indem sie ihn mit anderen Welten konfrontiert. Literatur, Philosophie, Psychiatrie oder Gesang. Jedes Mal erforscht sie die Grenzen des Ausdruckmittels Tanz. Sobald sie 1994 die Leitung des Centre chorégraphique national in Montpellier übernahm, trieb sie die Begegnung mit anderen Welten voran. Das war damals der afrikanische Tanz. Ohne Monnier gäbe es heute das so reife, erfolgreiche Duo Salia nï Seydou (Salia Sanou und Seydou Boro) nicht.

Beide begannen ihre Laufbahn in Europa als Interpreten in Montpellier. Heute finden Tänzer im CNN Montpellier mit ex.e.r.ce eine Fortbildung, von Monnier so frei und vielseitig wie möglich erdacht. Zusammen mit P.A.R.T.S. in Brüssel sind es die perspektivenreichsten Aussichtspunkte der Tanzlandschaft.

In Kontrast zu Monniers künstlerischem Pfadfindergeist steht ihre Sesshaftigkeit.
Warum sollte man Montpellier freiwillig verlassen? Beinah spanisch schillert die Stadt. Hier ist man kosmopolitisch mediterran, aufstrebend, modern und doch natürlich. Erdverbundenheit. «Die Erde und der Boden sind im Tanz am sinnbildlichsten», sagt Monnier. In ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2007
Rubrik: Portrait, Seite 4
von Thomas Hahn

Vergriffen
Weitere Beiträge
Christiane Theobald: "Shut Up and Dance - Updated"

Christiane Theobald,
was fasziniert die stellvertretende Intendantin des Staatsballetts an einem angesagten Berliner Club wie dem Berghain? Dass Michael Teufele und Norbert Thormann, die Betreiber, überhaupt nicht schockiert waren, wenn ein Staatsballett anfragt. Die lieben Gegensätze und Brüche wie ich auch. Es gibt keinen größeren Kontrast als den zwischen einem...

Daniela Kurz: «Les Enfants terribles»

Auch nach dem Leben gibt es ein Leben. Gérard, gebeugt unter der Last des Alters, ­erinnert sich seiner Jugend: Elisabeth, die er bis zur Selbstverleugnung verehrt, und Paul, der geliebte Freund: Bruder und Schwester, die selbst im Tod nicht voneinander lassen können, geschweige denn im Leben, dem sie selbst ein Ende setzen. Hannes Seebauer erzählt, und von der...

Tanzen mit Lotte

Sind Emotionen das, was uns Tänzer vermitteln, wenn sie sich einfühlen in Rolle, Musik und Haltung? Und was fühlen wir, wenn Tänzer fühlen? Ehrlich: Gefühle teilen sich nur Liebende, nicht das Publikum mit der Kunst. 

Viele reden von einer «Wiederkehr der Emotion», aber was meinen sie? Dass wir nicht vergessen sollen, das Taschentuch ins Theater zu tragen? Dass der...