Politische Körper

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Politische Körper bringt Yvonne Hardt für den Ausdruckstanz der Weimarer Zeit ins Spiel und leistet damit die fällige Erweiterung der Diskussion von Tanz und Politik über den Nationalsozialismus hinaus. Selbst Tänzerin, läuft ihre Analyse zu Politische Körper. Ausdruckstanz, Choreografien des Protests und die Arbeiter­kulturbewegung in der Weimarer Republik entlang körperpoliti­scher Aspekte wie Rhythmus und Tanzpantomime, womit sie einen bewegungs­immanenten anstelle eines gesellschafts­ideologischen Blicks auf die beschriebenen Protagonisten versucht.

Dies gelingt überzeugend im zweiten Teil über Bewegungs-Chöre und Massentanz, verliert sich aber in der ersten Buchhälfte etwas, wenn Tänzer­cho­reografen wie Jean Weidt, Kurt Jooss oder die weniger bekannte Jo Mihaly vorgestellt werden. Reflektiert werden die wechselseitigen Einflüsse von Arbeiterbewegung und Tanz. Spannendes Neben­­produkt ist dabei die Darstellung der damals sehr breit geführten intensiven ästhetischen Debatten etwa zur Interdisziplinarität im Tanz, wie sie heute noch aktuell sind. Die Autorin zeichnet insgesamt ein differenziertes und materialreiches Bild der Ausdrucks­tanzkunst und ihrer linkspolitischen ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Bücher, Seite 18
von Susanne Foellmer

Vergriffen
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