Stuttgart
Na also, geht doch! Man braucht nicht viel Fantasie, um sich ähnliche Reaktionen auf die Vergabe des Preises vorzustellen, mit dem die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg 2017 zum zweiten Mal freie Tanz- und Theaterensembles fördern. Denn obwohl die freie Szene in der Landeshauptstadt seit Jahren um eine eigene Spielstätte und die damit verbundene Wahrnehmung kämpft (tanz 2/16), sind unter den neun aktuellen Preisträgern tatsächlich auffallend viele Produktionen aus Stuttgart.
Do it yourself – und zwar alles und immer!
Ja, es geht auch ohne eigene Bühne und mit rund 500 000 Euro Produktionsförderung im Jahr; mit dieser überschaubaren Summe bezuschusst die Stadt Tanz- und Theaterproduktionen der freien Szene. Es geht, aber der Preis, den die Künstler bezahlen, ist hoch. Zu hoch. Ohne verlässliche Strukturen darbt die freie Arbeit zusätzlich. Christine Chu, die mit ihrem Stück «Arirang» zu den Preisträgern 2017 gehört, hat genug vom Kampf an allen Fronten. «Das freie Produzieren ist sehr anstrengend, weil man alles selber machen muss. Nie ist das Produktionsbudget so groß, dass ich sagen kann: Das source ich aus. Also wasche ich selber Kostüme, schleppe Material. Ich ...
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Tanz Februar 2017
Rubrik: Neue Serie: Freie Szene, Seite 62
von Andrea Kachelrieß
Pomp, Pose, Pathos: Yuri Grigorovichs Version des Balletts «Spartacus» staffiert den Heldenmythos mit all jenen Zutaten aus, die Publikumswirksamkeit garantieren und den Vorgaben des sozialistischen Realismus genügen, die der Choreograf gern übererfüllte (vgl. auch tanz 1/17). Pomp, den schuf Grigorovichs Ausstatter mit martialisch zugerichteten Kämpfern: Schwert...
Amsterdam
Made in Amsterdam 1 & 2
Ted Brandsen, Chef von Het Nationale Ballet, hat sich was vorgenommen: Er will nicht nur seine Kompanie, sondern das Ballett in die Zukunft pushen. Dafür sorgt er mit einem prominent besetzten Symposion, das von zwei Bühnenprogrammen flankiert wird. «Made in Amsterdam 1» vereint Schlüsselwerke wie Hans van Manens «Frank Bridge...
Choreographic captures sind ganz kurze, nur einminütige Clips, die schon zum achten Mal in 60 ausgewählten Kinos im Vorprogramm den Appetit auf Tanz anregen sollen. Joint Adventures in München und Fête de la Danse in Genf haben dieses Jahr fünf Gewinner ermittelt. Der erste Preis geht an Manon Siv Duquesnay und Pere Joseph Vilaplana, ein Paar, das in «Xiuxiuejar»...
