chemnitz: Reiner Feistel: «Dornröschen – ein Traumtanz»
«Heinrich, der Wagen bricht.» Die bekannte Szene mit dem zurückverwandelten Königssohn und seinem treuen Heinrich gibt es in Reiner Feistels Chemnitzer «Dornröschen»-Version zwar nicht – das ist ja schließlich auch ein ganz anderes Märchen. Doch einen verführerischen Froschmann, der dafür sorgt, dass die stagnierende Erbfolge am Königshaus endlich in Gang kommt, bringt die Choreografie ins Spiel. Und berstende Bänder von befreiten Herzen finden sich allemal in dieser etwas anderen «Traumtanz»-Deutung.
Hier sind es eben berstende «Geschenk»- Mauern, aus denen sich die zur Selbstfindung erwachte Königstochter letztlich befreit.
Der neue Chefchoreograf und künstlerische Leiter des Ballett Chemnitz geht also mit einer schon 2012 in Radebeul uraufgeführten «Dornröschen»-Inszenierung an den Start. Was dort noch halbwegs sympathisch und vergnüglich über die merklich kleinere Bühne «sprudelte», wirkt nun in Chemnitz etwas belanglos. Was aber gewiss nicht an der neu formierten Kompanie liegt, denn diese hoffnungsvolle Patchwork-Familie aus «Mitgereisten», übernommenen und neu engagierten Tänzern kann sich absolut sehen lassen.
Wie der Beifall zeigt, haben die Besucher neben bereits ...
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Tanz Dezember 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 34
von Gabriele Gorgas
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