giselle
Théophile Gautier, der geistige Vater der dramatischen Geschichte um das Thüringer Bauernmädchen Giselle, wäre heute 200 Jahre alt. Dass in diesem Jahr die Akademiker Kolloquien wie «Théophile Gautier und seine Zeit» abhalten, neue Biografien und Neuausgaben erscheinen, ist natürlich Pflicht im akademischen Betrieb.
Die «Giselle»-Choreografen Jean Coralli und Jules Perrot konnten sich allerdings kaum andere Denkmäler in der Kunstlandschaft setzen, und selbst der Komponist, Adolphe Adam, hat einzig mit der Partitur zu «Le corsaire» eine weitere bleibende Spur im Ballett hinterlassen.
Ein lebensfroher Schriftsteller
Giselles Schicksal überstrahlt also den Glanz ihrer Schöpfer bei Weitem. Gautiers lebensfrohe, fragile Kreatur stieg zum Mythos auf und lässt sich darum immer wieder neu erzählen. Gautier selbst passt dagegen kaum noch in unsere Zeit. Schon seinen Typus, der Journalist und Kunstkritiker, Romancier und im weiteren wie im konkreten Sinne ein Poet ist, gibt es längst nicht mehr. Auch die Persönlichkeit Gautiers trotzt allen Versuchen, ihn einzuordnen. Als Jugendlicher unterstützte er die Erneuerung des Theaters durch Victor Hugo und dessen sozial und künstlerisch ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: traditionen, Seite 80
von Thomas Hahn
Stefan Dreher,heute schon Sonnengrüße gemacht?
Theoretisch schon. Das ist eine etwas freche Behauptung, denn normalerweise sollte das Üben in den Tagesablauf integriert sein, aber ich bin gerade verletzt und vorsichtig.
Sie üben und unterrichten Iyengar-Yoga. Wie kam es dazu?
Meine Mutter hat Yoga gemacht und unterrichtet immer noch. Zu Hause war das immer sehr...
Sein erstes Gastspiel als «freier Choreograf» führte ihn nach Baden-Baden. An der Oos begegnete Roland Petit zum ersten Mal Georges Bizets Oper «Carmen». Noch während der Ouvertüre sagte sich der junge Mann: «Daraus mache ich ein Ballett» und verließ überstürzt das Theater. In der Bibliothek der französischen Militärregierung fand er den Text, und die ganze Nacht...
...ist ein guter Mensch. Sri Louise auf unserer Titelseite ist der wohl bekannteste Yoga-Engel der Tanzwelt. Die New Yorkerin begreift, dass nicht der Körper die Plage ist, sondern das Plagen des Körpers ein Genuss, weil er nur so zu sich selbst kommt. Jede Überschreitung der eigenen Grenzen erscheint wie ein religiöser Akt. Darum ist die Härte des Tänzers zu sich...
