Tanzaufbau Thüringen
Wenn das Theater ein Seismograf der Gesellschaft ist, sieht es im Osten Thüringens ziemlich düster aus. Vier Schauspieler verlassen dort Ende der Saison die Doppelbühne Gera-Altenburg, weil sie das mehr oder minder rassistische Klima in der Region nicht mehr aushalten. Die rechtsradikalen Umtriebe gerieten schon im Frühherbst in die Schlagzeilen, als Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Theater im Osten der Republik bereiste und erfuhr, dass auch Kunst und Künstler Ziel der Hetzpropaganda sind.
Derweil machen Thügida & Co munter weiter, während einige der Attackierten offenbar keinen anderen Ausweg mehr sehen, als ihre Koffer zu packen. Das ist ein Skandal, ein Aufreger erster Güte auch für Philipp Adlung, der das Referat für Theater, Musik und Soziokultur der thüringischen Landesregierung leitet. Wenigstens ist die Sparte, der gerade Adlungs besonderer Einsatz gilt, bislang nicht ins Visier fremdenfeindlicher Demagogen geraten.
Der Jurist und promovierte Musikwissenschaftler tüftelt an einem mehrstufigen Aufbauprogramm für den Tanz, der Grundstein ist bereits gelegt: in Gestalt des Staatsballetts Thüringen, ebenfalls in Gera und Altenburg ansässig. Dessen Leiterin Silvana ...
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Tanz Februar 2017
Rubrik: Persönlich, Seite 30
von Dorion Weickmann
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Im März: Tanz im Exil
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