Real Barbie Ballerina
Warum verstümmeln kleine Mädchen ihre Barbie-Puppen? Da sind sie neun, zehn oder elf Jahre jung und enthaupten ihre einstigen Lieblinge. Oder bringen sie in der Mikrowelle zum Schmelzen. Innige Zuneigung verwandelt sich in Grausamkeit, wohl gerade, weil die Mädchen zu spüren beginnen, was die Gesellschaft von ihnen erwartet: dass sie selbst zu Barbie-Puppen werden sollen. Die Ent–decker des Phänomens, britische Forscher der Universität Bath, deuten die Exzesse ganz pragmatisch als fantasievolle Art, sich von der Kindheit abzuwenden, einen Schlusspunkt zu setzen.
Nur die Jungs schaffen es nicht, sich von ihren Ken-Puppen zu lösen. Es sei also konsequent, wenn erwachsene Männer sich in wachsender Zahl entscheiden, ihr Leben mit einer Real Doll zu verbringen. Diese Sexpuppe stammt aus Kalifornien, wo ein gewisser Matt McMullen in seiner Garage eine hyperrealistische Nachbildung einer Traumfrau aus Silikon bastelte. Für 8000 Dollar kann sich vor ihr aufblasen, wem es vor einer «organischen» Frau nicht gelingt. Aber die Real Doll ist mehr als nur ein simples Sexspielzeug. Sie ist der Spiegel des Narziss. Sie wird zur «Lebensgefährtin» und gewährt dem affektiv frustrierten Einzelgänger ...
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Der Mann weiß, was – oder besser: wer – Erfolg bringt. Akram Khan sucht sich stets große Namen aus. Für seine Sets haben Turner-Preisträger wie Anish Kapoor und Antony Gormley gezeichnet, für seine Musik Komponisten wie Nitin Sawhney, und bei den Texten hilft auch mal der Erfolgsschriftsteller Hanif Kureishi. Der Brite bengalischer Herkunft setzt auch auf die...
Tokyo is a big, buzzing, chaotic city; the epitome of the metropolis, the stylized “mega city.” I am gradually coming to realize that this stylization is Tokyo’s subtext, but where does it come from? I would describe it as the result of a process of alienation leading to liberation from redundancy and the strait-jacket of “reality.” As an observer, I am no longer...
Bin ich eine Person? Vielleicht bin ich deren zwei, vielleicht keine. Fragt Richard Siegal, robbt und reibt sich. Und je intensiver er sich an sich selber reibt, umso mehr soll ihn das wohl vor den Blicken der Zuschauer schützen. «Stranger/ Stranger Report» wäre nicht mehr als eine weitere dieser Brainstorming-Performances mit Kapuze, Motorradhelm und Monitoren,...
