Sommernachtstango

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Meistens tanzen sie hinter verschlossenen Türen, auf glatten Parkettböden: Tangotänzerinnen in eleganten Kleidern, Tangotänzer in feinen Hemden. Der Sommer öffnet ihnen andere Räume, in München oder anderswo. Melancholische Tangomusik schallt aus Lautsprechern über öffentliche Plätze. Die Kleidung ist leger. «Open Street Milongas» heißen die Tango-Stunden, die zusehends in Mode kommen und ein Stück der lebendigen Straßenatmosphäre Argentiniens nach Deutschland bringen.

Es scheint, als mache das Tanzen unter freiem Himmel die Menschen offener – sowohl Tänzer als auch Zuschauer.

Ein Paar hat sich zum Picknick auf der Treppe niedergelassen, genießt Brot, Trauben und Wein. Jugendliche albern herum, mischen sich manchmal unter die Tango-Tänzer. «Herrlichster Raum inmitten antiker Gebäude, hohe Säulen, glatter polierter Muschelkalk-Boden, Sonnenuntergang, Blick auf einen weiten magischen Platz», so kündigt Levent Göksu seine Veranstaltung «Freiluft-Tango» in München an. An jedem regenfreien Sommerabend treffen sich Tango-Tänzer und Interessierte ab sieben Uhr auf dem Königsplatz, vor der Kulisse der Museumsarkaden. Neugierige stehen am Rand, machen Fotos oder schauen zu. «Wir sind eine ...

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Tanz August/September 2017
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Sara Mierzwa

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