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Brug schaut DVD: «La Fille mal gardée» – Die Ballets Russes und die Pariser Avantgarde, Wir verschenken dreimal den «Sacre» auf CD

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tanz im kalten krieg

hat Konjunktur, zumindest bei englischsprachigen Autoren. Rebecca Kowal verknüpft Tanzhistoriografie, American Studies und Performance-Theorie anhand der Werke zehn amerikanischer Choreografen. So gibt Anna Sokolows «Rooms» von 1955 Aufschluss über die Vereinsamung moderner Großstädter, ebnen Merce Cunningham und Paul Taylor in ihren frühen Tänzen die (sichtbaren) Unterschiede zwischen Geschlechtern und Ethnien ein, um das selbstbestimmte Subjekt erst hervorzubringen.

Kowals Lesart von «Appalachian Spring» (Martha Graham,1944) und «The Moor‘s Pavane» (José Limón, 1949) als subtiler Attacke auf das heteronormative amerikanische Familienmodell führt Bewegungs- und Gesellschaftsanalyse erhellend zusammen. Ihr Aufsatz über Pearl Primus dagegen, die, als Schwarze im modernen Tanz geächtet, das Wissen um afrikanische Tänze mit Feldstudien und Publikationen erweiterte, gerät ein wenig zu essentialistisch – als würde man hierzulande automatisch eine Verbindungslinie ziehen zwischen Pina Bausch und den Kettentänzen der Färöer. Wer als Europäer den universalistischen Anspruch weißer moderner Choreografen noch nie hinterfragt hat, wird hier im Blick auf ...

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Tanz Mai 2013
Rubrik: medien, Seite 62
von

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