Philippe Decouflé
Philippe Decouflé, der Choreograf und Videozauberer, hat das Kodak Theater am Hollywood Boulevard in Los Angeles fest im Blick. Hier darf er sich 2010 einen Traum erfüllen und einen Cirque du Soleil inszenieren. Hundert Millionen US-Dollar kostet die Show, die zehn Jahre laufen soll, samt Theaterumbau. Wer in solchen Größen inszeniert, will auch zu Hause keine kleinen Brötchen mehr backen. Das Crazy Horse in Paris will ihn nun haben. Und es darf auch etwas mehr sein.
Decouflé machte sich beinah selbst zum directeur artistique des (zweit-)berühmtesten Cabarets der Welt, will Humor in die Revue bringen und sich in Sachen Striptease weiterbilden. Seine letzte Kreation, «Cœurs croisés», war schon ein Strip, ulkig bis altbacken. Im September soll er nun mit einer neuen Revue als erster männlicher Choreograf des Crazy Horse in die Geschichte eingehen. Dort wurde, seit Alain Bernardin das Cabaret 1951 gründete, der Körper stets mit Videoprojektionen ver- und enthüllt. Und Decouflés eigene Kompanie DCA? Sie tourt mit einer neuen Version von «Sombreros», ohne den Chef. Die Girls am Crazy Horse brauchen jetzt seine ganze Kraft.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tae-eun Kim, Sie haben selbst getanzt, später in Rom Soprangesang und in Florenz Kunstfotografie bei Sabine Korth studiert, einer Meisterin der Fotomontage. Fashion-Fotografie lernten Sie bei Koreas Meister Seong-jin An. Und nun setzen Sie für die koreanische Ausgabe von Harper’s Bazaar Tänzer als Models ein. Warum? Ich fotografiere auch oft...
«Wer eine Zukunft haben will», sagt Berndt Schmidt, «muss erst einmal in der Gegenwart ankommen». Als der Intendant des Berliner Friedrichstadtpalasts im November 2007 sein Amt antrat, agierte das Ensemble – ein Ballett mit weithin berühmter Girlreihe und Live-Orchester – oft vor schwach besuchtem Haus. Innerhalb weniger Jahre hatte sich die Auslastung der knapp...
Die Rekonstruktion älterer Stoffe und Aufführungen hat Konjunktur. In Karlsruhe ist Ballettchefin Birgit Keil Verfechterin dieser Tendenz. Wie jetzt mit Frederick Ashtons 1960 in London uraufgeführtem Klassiker «La fille mal gardée»: Er ist bunt, idyllisch und herrlich naiv.
Der ehemalige Solist des Royal Ballet London und Ashton-Freund, der 82-jährige Alexander...
