Joséphine Baker
Joséphine Baker zählt zu den populärsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr legendärer Bananen-Gürtel schrieb Theatergeschichte, ihr Chanson «J’ai deux amours» wurde zum Evergreen und zur Baker-Hymne. Sie war die Königin des Charleston der goldenen Zwanziger Jahre, die Diva der Folies-Bergère und des Casino de Paris. Und sie war die Mutter der «Regenbogenfamilie» in Les Milandes – so sehen die meisten Europäer gern «ihre» Joséphine.
Das politische Leben der Baker wurde schon zu ihren Lebzeiten ignoriert, manchmal auch als Presse-Gag abgewertet.
Man registrierte ihre unzähligen Benefizkonzerte, Konferenzen, Vorträge und Wohltätigkeitsveranstaltungen als soziale Geste, aber ohne die politische Dimension zu würdigen. Natürlich – weil die Baker gezielt gegen Rassismus vorging, ob in den USA oder in Europa. Sie stellte Macht infrage und sich selbst auf die Seite der Unterdrückten, der Recht- und der Mittellosen.
Erst jetzt – anlässlich des Jubiläums ihres 100. Geburtstags – ist in Frankreich erstmals ein Buch erschienen, das den Umfang und die Bedeutung ihrer Arbeit für die Résistance von General de Gaulle ans Licht bringt: «Joséphine Baker contre Hitler. La Star Noire de la France ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Im Harz, da, wo der Doppelkorn herkommt, steht das Kunsthaus Meyenburg. Hier hängen sechs Originale des katalanischen Malers Joan Miró, ausgestellt zu Ehren von Deutschlands jüngster Ballettdirektorin. Die 34-jährige Jutta Wörne faszinieren Miró und die Rätsel des Surrealismus. Mirós Bild «Danseuse» etwa zeigt eine Kugel mit dünner Linie und stilisierten Noten,...
Nearly a century after ballet was introduced to Japan by Giovanni Vittorio Rossi and 60 years after the first full-length Japanese performance of “Swan Lake“ right after World War II, ballet in Japan today is still flourishing. While top international companies frequently visit Japan, the Tokyo Ballet has displayed a special international presence with a clear...
Anderthalb Jahre lang haben die Tänzer des Staatstheaters Kassel auf ihren Ballettdirektor gewartet. In seiner taiwanischen Heimat kämpfte er gegen die Leukämie. Sie haben gewartet, denn ihr Intendant hielt dem jungen Kuo-Chu Wu, den sein Mentor Lin Hwai-min schon als seinen Nachfolger am taiwanesischen Cloud Gate Dance Theatre sah, den Platz frei. Das zählt zu den...
