Stuttgart: Gauthier Dance «Deuces»
Ideen hat der Mann! Warum nicht mal eine Art Gala, ausschließlich bestückt mit Duos zeitgenössischer Choreografen? «Zweier» wie beim Kartenspiel? Oder wie man im Englischen sagen würde: «Deuces»?
Eric Gauthier ist nicht der Mann, der zu hoch pokert. Er weiß, was er will – und tatsächlich stellt er genau unter diesem Titel im Stuttgarter Theaterhaus «8 Duos.
8 Uraufführungen» vor, beigesteuert nicht von irgendwelchen Junioren, sondern allesamt von namhaften Choreografen, die, wie er in einer launigen Ansprache betont, eine eigene Handschrift haben, wonach Jüngere eben noch suchen. Darunter – last but not least – Marco Goecke, seit seinem Abschied vom Stuttgarter Ballett «Artist in Residence» von Gauthier Dance.
Den Auftakt macht Rui Horta. «Scratch» nennt der Portugiese seinen Pas de deux. Doch Garazi Perez Oloriz und Rosario Guerra «kratzen» nicht einfach an der Oberfläche ihrer Beziehung. Im choreografischen Clinch geben sie, Mikrofone in den Hosentaschen, ihren Gefühlen auch akustisch Gestalt – mit einer Umarmung am Ende, bei der es nur so kracht.
«Land ho» hat Ed Wubbe für Sidney Elisabeth Turtschi und Joana Martins choreografiert. Der Scapino-Chef lässt die Männlichkeit ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2019
Rubrik: Kritik, Seite 46
von Hartmut Regitz
Wer ist Ihr Favorit, Ihr Star?
Das, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir auch in diesem Jahr gerne von Ihnen wissen. Mit Ihrem Votum küren Sie den Publikumsliebling im Rahmen unserer Jahrbuch-Umfrage. Schließlich deckt sich das Urteil der Zuschauer und Zuschauerinnen ja nicht unbedingt mit dem, was Kritiker finden. Umso interessanter, beide Seiten zur Saison...
Kaum auf der Bolschoi-Bühne, entwickelte sie sich binnen kürzester Zeit zu einem der leuchtendsten Sterne am Moskauer Ballettfirmament und begeisterte auch bei internationalen Gastspielen. Geschmeidig wie eine Katze, von atemberaubender Sprungkraft, feminin und von glühender Präsenz: Die Rede ist von Maria Alexandrova. Bei aller Mustergültigkeit ist die heute...
Between us
In der Kunsthalle Mainz treffen derzeit Bildende Kunst, Tanz und digitale Tanzforschung aufeinander. Gleich im ersten Abschnitt der Schau sind mal schnelle, mal langsame Schritte, Schlurfen, Springen, Stürze, schwere Atemzüge zu -hören, eine Installation der Künstlerin Tamara Grcic, Professorin an der hiesigen Kunsthochschule, die das Gehen der Tänzer...
