Pichet Klunchun im Interview
Pichet Klunchun,
Wie kamen Sie als Khon-Tänzer zum zeitgenössischen Tanz? Ich wollte einen Weg finden für mich selbst. Ich gehöre nicht zur Kultur des klassischen Tanzes in Thailand, da ich nicht an der nationalen Schule, sondern privat und an der Universität studiert habe. Irgendwann habe ich von dem Stipendium für Amerika gehört ... Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet, war natürlich überwältigt und habe alles, von afrikanischem Tanz bis zur Kontaktimprovisation, mitgenommen.
Gab es so etwas wie eine Schlüsselerfahrung? Die Begegnung mit William Forsythe.
Tradition, sagte er in einem Workshop, sei sehr gut als Studium für den Körper, für Linie und Position. Dann warf er sein T-Shirt in die Luft und zeigte, was alles möglich ist, wenn man den Körper fallen lässt, in ihn hineingeht und Bewegung mit allem Möglichen aus der Umgebung verknüpft. Ich war fasziniert, ohne wirklich zu verstehen. Zurück in Bangkok änderte ich meinen Tanz radikal, was die Leute sehr aufgebracht hat. Dann habe ich angefangen, die Formen zu analysieren und Bewegung von innen heraus zu entwickeln.
In der Arbeit mit Jérôme Bel «Pichet Klunchun and Myself» liegen die Welten sehr weit auseinander. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Zu den «Goldberg Variationen» nicht tanzen. Und das nackt, wie im Paradies. «Frans Poelstra, his Dramaturg and Bach» beginnt mit dem Blick auf einen CD-Spieler, eine Bach-Büste und Räucherstäbchen. Auf dem Mikrofonständer reitend erklärt Poelstra, dass er so seinen Körper «noch weiter ausdehnen» kann und daher «Bachs Musik noch besser huldigen.»
Robert Steijn,...
Daniel Larrieu, der französische Choreograf, verließ vor drei Jahren das CCN in Tours, das er neun Jahre lang geleitet hatte. Bevor er nach Tours kam, war er frei. Um das zu feiern, rief Daniel Larrieu alle, die mit ihm seinerzeit im Schwimmbad von Angers «Waterproof» tanzten – vor zwanzig Jahren. Fast alle kamen wieder, um ein Stück Tanzgeschichte noch einmal zu...
Ein Pflaster für alle Fälle? Auf welche Weise wirkt das Kinesio-Tape? Ganz unterschiedlich. Zunächst einmal physiologisch. Schwellungen verschwinden. Es gibt Bildbeweise dafür, dass sich unter den Tapes nach 24 Stunden ein Bluterguss komplett verflüchtigt. Die Haut erscheint wieder normal weiß, obwohl nebendran möglicherweise noch alles blau ist. An den...
