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noir & blanc
Schwarz ist auch eine Farbe. Vor allem in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts signalisierte sie eine Offenheit, Energie und Lebensfreude, die uns heute im Zuge politischer Entwicklungen leicht verloren gehen könnten. Insbesondere Paris etablierte sich als Schmelztiegel der Kulturen, nachdem nicht zuletzt die Kubisten die afrikanische Kunst für sich entdeckten.

«L’Art nègre» wurde zur Kunstrichtung, und «African chic» galt eine Zeit lang als Trendmarke, der so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Man Ray, Nancy Cunard und Helena Rubinstein auf ihre Weise Tribut zollten. Der Jazz, erstmals in Europa umfassend präsentiert, tat ein Übriges, und die noch junge Josephine Baker entwickelte sich zur Kristallisationsfigur einer Epoche, die sich auch im Repertoire der Ballets suédois widerspiegelt. Deren Gründer Rolf de Maré hat nicht nur Bakers Karriere entscheidend befördert, sondern überhaupt Einschlägiges zum Thema gesammelt, was vom 11. November bis zum 5. März in «seinem» Museum, dem Dansmuseet Stockholm, unter dem Titel «Noir & Blanc – The Black Wave in Paris in the 1920s» zu sehen ist; Zeichnung: Pierre Thiriot; courtesy: Coll. Laurent Tebout & Nathalie Elmaleh, ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 50
von Red.

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