Toshiki Okada
Es mag verwundern, ihn in den Tanzkontext einzufügen, gilt er doch als Theatermann und Leiter der japanischen Kompanie chelfitsch. Seine sehr buchstäblich auf den Körper gerichtete Kunst, die zuletzt beim «KunstenFESTIVALdesArts» in Brüssel zu sehen war, ist das Besondere seiner Inszenierung. Hier erfuhr man durch ihn, was der europäische Tanz noch lernen könnte: dass ein Körper nichts Bestimmtes ausdrücken, keine bestimmte Bedeutung als Botschaft mit sich führen muss. Es reicht, dass der Körper nichts repräsentiert, sondern einfach da ist.
Okadas Arbeit beruht nicht auf Tanzforschung, es reicht ihm die einfache Dramaturgie des Körpers, die ihn wie anonym, nur vom Zufall getrieben, erscheinen lässt. Seine Performer wirken banal wie im Alltagsleben. Egal ob Arbeiter, Zugehfrauen, Bosse, Jugendliche – ihre Bewegungen kommen auch sonst herrlich ohne jede Choreografie aus – und trotzdem macht es Spaß, sie zu beobachten, so als sei das, was sie gerade tun, eine Choreografie. Tatsächlich beruht Choreografie in der Realität auf Zufall. So behandelt auch Okada den Körper: japanisch. Was der Körper tut, repräsentiert keine bestimmte Person, nur die Tätigkeit als solche, in der sich der ...
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