Martin Schläpfer
Martin Schläpfer ist vielleicht kein typischer Schweizer, aber er besitzt ein paar Tugenden, die in der Schweiz etwas gelten und die ich je länger je lieber mag: Freundlichkeit, Arbeitsethos, um nicht zu sagen: Fleiß, Skepsis, Präzision, Beharrlichkeit und eine gewisse Schrägheit, wie man sie nur im Voralpenland findet. Was Schläpfer macht, und er macht seit Jahren kontinuierlich viel, macht er gründlich. Mit seiner Poesie und Nachdenklichkeit. Auf seine ureigene Weise. Unverwechselbar. Als Choreograf hat er vieles gelernt und vieles erreicht.
Er ist einer, der sich selbst nichts schenkt und sich selbst gegenüber vielleicht manchmal zu kritisch ist. Aber eigentlich ist das auch gut. Die Frische von Schläpfers Balletten könnte man, oberflächlich betrachtet, mit Jugendlichkeit, physischer Präsenz, Sensibilität und einem untrüglichen Sinn für Proportionen assoziieren. Bei genauerem Hinsehen dominiert der Eindruck der Reife und der Musikalität des tänzerischen Ansatzes. Die Fähigkeit zur Distanz gehört seit Anbeginn zu Schläpfers Gratwanderung. Wohin das führt, ist nicht immer abzusehen. Und auch das ist gut so. Die Hoffnung auf Martin Schläpfer ist jedenfalls niemals enttäuscht worden ...
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The Superman character of US popular culture is indelibly described in his “civilian” guise as “mild mannered.” It’s not a description one would think befitting a balletmaker and artistic voice of depth and distinction, but it perfectly fits the gentle, and gentlemanly Alexei Ratmansky, Bolshoi Ballet Artistic Director and choreographer.
Ratmansky’s presence on the...
Der Zirkus ist in der Stadt. Die archaischste aller noch vorhandenen mobilen Bühnenräume hat zwar ein paar Nachteile: lange Aufbauzeiten, gewaltige Transportkosten und nicht immer die schönsten Standorte. Aber noch immer lockt ein Vorteil: Diese Bühne ist «meine» Bühne. Jede Inszenierung ist auf den eigenen Raum passgerecht abgestimmt.
Ohne die leiseste Assoziation...
Some years ago, Finnish artist Jorma Elo was a dancer at the Nederlands Dans Theater in Den Haag. He was happy and motivated, working with Jirí Kylián. But Elo’s creative talent was growing and he wanted to break through as a choreographer. When his 12th workshop choreography was ready, he found Mikko Nissinen, director of the Boston Ballet and his old classmate...
