Second Life
Es gibt ein zweites Leben neben dem ersten. Undercover. Als Schläfer. In Träumen. In Spielen. In den einst «Multiple User Dungeons» genannten elekronischen Welten spielen per Computer der Steuerbuchhalter, die Hotelfachfrau, der Teilzeittaxifahrer und sechs Millionen andere in Deutschland gemeinsam mit den restlichen Träumern dieser Welt, die sie gar nicht kennen. Als Avatare, als Spielfiguren verkleidet, tanzen sie mit übermenschlichen Kräften durch wilde Fantasiewelten. Unsterblich und ausdauernd wie kein biologisches Wesen.
Sie spielen Eroberungen oder gleich den Krieg, sie spielen Strategen oder gleich die Simulation der Weltherrschaft. Sie spielen nicht mit der Macht sondern die Macht selbst – aus einem tiefen Gefühl eigener Machtlosigkeit. Alle Welt weiß: Sie lassen mehr Geld in den Weiten des Datenraums, als in DVD-Mietbuden, Kinos und Theatern zusammen.
Ökonomisch gesehen findet ihr zweites Leben in einem Schwellenland statt, in Schlummerland, Schlaraffenland, Second Life, SL abgekürzt. Hinter dieser Variante eines digitalen Spielplatzes steckt das amerikanische Unternehmen LindenLab. Es erlebt zur Zeit mindestens dasselbe Wachstum wie reale Schwellenländer auch, Indien, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der Forscher Curt Sachs unterteilte 1933 in seiner «Weltgeschichte des Tanzes» alle Bewegung in «bildhafte» und «bildlose« Tänze. Ob Lully und Molière um 1700, Jean-Georges Noverre und Salvatore Viganò um 1800, Fernand Divoire und Isadora Duncan um 1900: Immer blieb die Frage, ob und was der Tanz nachahmen müsse, oder ob er auch für und aus sich selbst bestehen...
Australian Dance Theatre’s artistic director Garry Stewart garnered an impressive list of collaborators for “Devolution,” commissioned as one of the centerpieces of the 2006 Adelaide Festival of the Arts. Jointly credited to Stewart and Louis-Philippe Demers, an ex-NASA French-Canadian robotics designer, the work also draws on the expertise of...
Martin Schläpfer trennt sich vom ballettmainz und übernimmt mit der Spielzeit 2009/2010, also in zwei Jahren, die Ballettdirektion an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und Duisburg. Der 48-Jährige tritt dann die Nachfolge von Youri Vàmos an, dessen Vertrag ausläuft. Damit ist in NRWs Landeshauptstadt nach 13 unspektakulären Jahren wieder mit innovativen...
