grenoble: alain buffard «tout va bien»

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Es gibt nicht viele Künstler vom Schlag dieses französischen Choreografen. Bei dem, was er zu sagen hat, denken wir nur: die viele Wut. Wir bewundern ihn sogar: Wie brillant er mit dieser Wut choreografisch umgeht, bis zum Schluss.

Wut heißt für Buffard, den acht Tänzern Bilder der Gewalt, der Zerstörung, des unkontrollierten Fanatismus abzuverlangen. Es sind aber nur Stereotypen entsprechender Bewegungen. Buffard macht den Fake sofort sichtbar. Bewegungen sind nur Zeichen. Oder? Buffard kommt vom abstrakten Tanz, was in Wahrheit nicht die Abwesenheit von Bedeutung meint.

Sie zeigt sich hier nur umso brutaler, je weniger ein Körper etwas zu bedeuten scheint. Was Buffard schon immer dazu gezwungen hat, eine bewundernswert perfekte Genauigkeit in der Beherrschung des Körpers zu verlangen. Dabei lässt er die Tänzer wie eine Band auftreten, in einer Haltung, die scheinbar entspannt den sicheren Ort der Bühne in einen gefährlichen Spielplatz für Wutausbrüche jeder Couleur verwandeln kann.

Wie aus dem Nichts tritt die Wut auf, aus einer Leere, der sie Widerstand entgegensetzt. Diese Bewegung dort sieht zum Beispiel so aus, als würde eine Frau erniedrigt, man denkt: wie frauenfeindlich, ...

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Tanz Januar 2011
Rubrik: Kalender, Seite 38
von Tiago Bartolomeu Costa

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