Puppencharme in Halle: Coco Chanel

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Während sich Halles verdienstvoller Ballettchef Ralf Rossa gerade in den Ruhestand verabschiedet hat, tun sich an anderer Stelle ganz neue Perspektiven auf: Die vierte Sparte der städtischen Bühnen, das Puppentheater, zeigt eine «Coco Chanel», die in Zusammenarbeit mit der norwegischen Kompanie des Choreografen Jo Strømgren entstanden ist. Die Dritte im Bund ist die Regisseurin Ulrike Quade aus den Niederlanden, die den künstlichen Körper der Mode-Ikone sowie deren Entourage erschaffen hat. Ein Hallenser Puppenspieler-Trio bringt die Geschöpfe in Bewegung und leiht ihnen die Stimme.

Angetan mit den unverwechselbaren Insignien ihrer Person – Perlenkette, weiße Rüschenbluse –, wird Coco Chanel zum Zentrum einer Geschichte, die perfekt ins selfiesüchtige Heute passt: Wie werden publikumswirksame Mythen gemacht, gesteuert – und was ist der Preis dafür? Fragen wie diese verhandelt die Inszenierung mit sinnlicher Eleganz – passend zur Titelheldin, die immerhin auch Serge Diaghilews Ballets russes einkleidete. Die Produk-tion ist im Hallenser Puppentheater Dock 2 am 3. und 4. Mai sowie am 15. und 16. Juni nochmals zu sehen, allerdings gibt es nur noch Restkarten an der Abendkasse. Wer ...

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Tanz Mai 2019
Rubrik: Side Step, Seite 20
von Dorion Weickmann

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