Die sieben letzten Worte
Dem Norden Deutschlands wird gern nachgesagt, er halte es nicht sonderlich mit dem Volksglauben, mehr mit dem christlichen Credo. Das religiöse Sujet hält sich hier oben, wo es kälter und flacher ist als im deutschen Süden, durchaus hartnäckig. Die gern beschworene Wiederkehr des Christenglaubens – ein Mega-Trend nachhaltiger Frömmigkeit –, währt hier praktisch seit John Neumeiers Hamburger «Matthäus-Passion» von 1980 und aktueller: seinem «Weihnachtsoratorium I–VI», das auch pünktlich zu Weihnachten wieder in Hamburg zu sehen sein wird.
Aktuell gibt’s Erbauliches aus der Ballettwelt zudem von Jutta Ebnother, penibel getupft ihre «Schöpfung» von Joseph Haydn in Schwerin (siehe S. 45), und dazu nun einen weiteren Haydn, ebenfalls im Dienste des Christentums: «Die Sieben letzten Worte» in Oldenburg.
Religion und Effizienz
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Tanz Mai 2018
Rubrik: Produktionen, Seite 14
von Arnd Wesemann
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Die Kita-Leiterin in Frankfurt/Main will Kinder in ihrem Selbstausdruck stärken – durch Tanz. Dafür hat sie die von der Tanzpädagogin Nira Priore Nouak entwickelte Fortbildung «KitaTanz» besucht. In fünf Modulen geht es um zeitgenössischen Tanz, Bewegung mit Musik, Gesang, Neurobiologie und Ästhetik.
Barbara Glock, warum finden Sie das Tanzen wichtig?
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Ein Freitagabend im Januar, kurz nach 22 Uhr in der Berliner U-Bahn, Linie 6: Ein athletischer, nicht mehr ganz junger Mann betritt die Bahn, stellt die Sporttasche neben sich auf den Boden und streift seine Lederjacke ab. Noch ist niemand auf ihn aufmerksam geworden. Erst als er eine kleine Musikbox hervorholt und Michael-Jackson-Beats erklingen, zieht der Typ mit...
