Nachrichten 4/18
Stadt-Land-Bund
Tanzpakt ist ein neues Tanzförder-Instrument – und ein kulturpolitischer Prototyp. Der neue Koalitionsvertrag sieht vor, dass Bund, Länder und Kommunen künftig vermehrt gemeinsam fördern, genau wie es «Tanzpakt» bereits tut. Über mindestens drei Jahre hinweg werden hier von einer Jury ausgewählte «substanzielle Projekte» finanziert. Die ersten 2,18 Millionen Euro gehen u. a.
an: das neue EinTanzHaus Mannheim (tanz 7/17), an eine Freiburger Kooperative für die freie Tanzszene, die Berliner Diversitäts-Initiative «Making a Difference». Die Tanzstandorte von Potsdam, München, Hamburg und Brandenburg werden «explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum» vorantreiben, ebenfalls in Hamburg schafft die Choreografin Antje Pfundtner ressourcenschonende «Teilgesellschaften», im Nordosten entsteht mit «Vorpommern tanzt an» erstmals eine Plattform für zeitgenössischen Tanz, Stephanie Thierschs «Gastgeberschaft» wird in NRW Tanz und Gesellschaft vernetzen, und das Tanztheater Erfurt belebt die Sparte am kommunalen Theater auch in Weimar neu. Die nächste Antragsrunde endet am 14. Dezember. www.tanzpakt.de
Choreografen-Nachwuchs
Ballet Now ist eine vom Birmingham Royal ...
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Tanz April 2018
Rubrik: Service, Seite 79
von
Der britische Meister des indischen Kathak schießt wie ein Torpedo hinein in den getrommelten Frieden, kommandiert von rhythmusgebenden Bols und dem Gesang von Aditya Prakash, der seine Stimme schenkelklopfend und mit herrlichen Armschwüngen stützt. Das ist Kathak, das ist Indien, so weit entfernt wie der Krieg. Akram Khan fegt über die Bühne mit gespreizten...
Newcomer: Victor Caixeta
Er sei glücklich im Mariinsky-Ballett und probe viel, sagt er im Gespräch. Victor Caixetas Weg dorthin war alles andere als vorgezeichnet. Zwar umwehte den Halbwüchsigen aus dem brasilianischen Uberlândia schon beim Eintritt in die Staatliche Ballettschule Berlin der Hauch des Besonderen: groß, grazil, hochbegabt, von noch kindlich naivem...
Maura Morales stellt kein identifizierbares Ego auf die Bühne. Deshalb der Titel des Solos, «Exceso de la Nada» – «Überfluss des Nichts» –, der auf etwas Uneingrenzbares deutet. Die Choreografin und Tänzerin vergegenwärtigt Erinnerungen, im Körper lebend. Sie sind in Kuba verortet, das sie 1996 Richtung Düsseldorf verließ, auf das «Nichts» im Überfluss, als...
