Karl Lagerfeld (1933 – 2019)

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Andere machen ein, zwei Skizzen – und verabschieden den Entwurf! Er war auch in dieser Hinsicht ein anderes Kaliber: «Sein Papierkorb war eigentlich immer übervoll mit Zeichenpapier. Bevor eine Zeichnung richtig fertig war, sind bestimmt vierzig bis fünfzig Blatt in den Müll gegangen – und diesen Anspruch hat er halt auch auf andere übertragen.» Karl Lagerfeld war kein pflegeleichtes Gegenüber, auch nicht für Gerhard Steidl.

Der Verleger erinnerte sich nach Lagerfelds Tod an die herausfordernden Foto- und Buchproduktionen, an denen bis zuletzt gefeilt, korrigiert, nachgebessert wurde. Nicht anders verhielt es sich mit den Kostümen, die der Couturier für die Bühne ersann. So sind die hier gezeigten Figurinen 2016 im Auftrag des Pariser Opernballetts für George Balanchines «Brahms-Schoenberg Quartet» entstanden: elegant verspielte Kreationen, einfallsreich und detailversessen wie die 1966 in New York uraufgeführte Choreografie. Paris war keineswegs die einzige Kompanie, die sich mit Lagerfelds Anziehkunst schmückte. Das English National Ballet, die Ballerinen der Mailänder Scala und Jean-Christophe Maillots Ballets de Monte-Carlo leisteten sich den Luxus, bei dem Modemagier zu ...

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Tanz April 2019
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von

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