Style Watch
Die Kids sind in Massen gekommen. Und stopfen sich Massen von Chips in den Mund. Sollte das der Beitrag der Tanzkunst zur Volksgesundheit sein, wie es britische Tanzpolitiker in letzter Zeit preisen? Denn wäre es um den Volkskörper so bestellt, als würde er vor der Glotze hocken. Doch sobald die Tänzer der Henri Oguike Dance Company zu den Taiko-Trommeln in «Second Signal» zu stampfen beginnen, hört das Geknusper und Geknisper im schönen alten Richmond Theatre auf.
Noch plärren einige einsame Mobiltelefone zerquält den neusten Hit aus dieser und jener Tasche, dann ist Ruhe – bis zum frenetischen Applaus.
Henri Oguike ist ein Star bei der britischen Schuljugend. «Front Line» wurde in den Lehrplan für mittlere Reife in Tanz aufgenommen und wird nun landesweit eingeübt. Wo immer die Kompanie gastiert, wollen die Kids das Original sehen, auch wenn die Kompanie wie an diesem Abend nicht ihr Vorzeige-Stück tanzt.
Der Choreograf hat sich längst weiter entwickelt. Das zeigt er mit den beiden neuen Produktionen «Expression Lines» und «How I Look». Der Sohn eines nigerianischen Vaters und einer walisischen Mutter besinnt sich stärker als vor vier Jahren, als er «Front Line» präsentierte, auf ...
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