Vorschau, der Weg zu tanz 2/20
Filip Barankiewicz Ein Pole in Prag: Seit 2017 leitet Filip Barankiewicz das Ballett des Národní Divadlo, das nicht nur das eigene Nationaltheater, sondern auch das Ständetheater, die Laterna magica und nach der abgeschlossenen Renovierung wieder die Staatsoper bespielt – und das mit einem Repertoire und einem Ensemble, die keinen Vergleich zu scheuen brauchen.
Das zu meistern, braucht es einen Profi, der über den tschechischen Tellerrand hinaussehen kann – und das ist der ehemalige Prinzipal des Stuttgarter Balletts Alan Lucien Øyen Am Tanztheater Wuppertal brachte der Norweger «Bon voyage, Bob» heraus. Er, der Choreograf der freien Kompanie Winter Guests, war sofort in aller Munde. In Antwerpen hat er zuletzt die Oper «Rusalka» dem Ballett zugeführt. An der Pariser Oper probt er sein neuestes Werk, das bereits jetzt als ein Must-see der Saison gilt. Ein Gespräch Tanzplattform Zwei Jahre warten, fünf Tage schauen, staunen, streiten und feiern – so funktioniert seit 1994 das biennale Format namens Tanzplattform. Eine fünfköpfige Jury hat entschieden, welche Produktionen ab 4. März auf Einladung des Münchner Tanzquartiers in der Isarmetropole gastieren. Wir sichten -Programm und ...
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Tanz Februar 2020
Rubrik: , Seite 72
von
Die Akademie der Künste im Berliner Tiergarten hat wenig architektonisches Erregungspotenzial zu bieten: ein zweckdienlicher Bau mit großen Fenstern mitten im Grünen, der gleichwohl Kultstatus genießt. Mithin der richtige Ort, um Ursula von Keitz und Ralf Stabel zu treffen: Sie leitet das Potsdamer Filmmuseum, er die Staatliche Ballettschule Berlin – beide sind...
Wenn dermaleinst Theaterhistoriker ein Schlagwort für die Ära von Goyo- Montero am Nürnberger Staatstheater- suchen sollten, dürfte relativ schnell «schwarze Periode» die Runde machen. Auch die beiden Ballette «Petruschka» und «Le Sacre du printemps», die zusammen den neuen «Strawinsky»-Doppelabend ergeben, fügen sich nahtlos in das nachtdunkle Konzept des...
Rabih Mroué, den Künstler und Choreografen aus dem Libanon, hat der Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 tief verwundet. In seinem jüngsten Stück für die Tänzerinnen und Tänzer vierzig plus des Berliner Dance On Ensembles, «You should have seen me dancing Waltz», hört man anstelle von Musik eine Stimme. Dance-On-Ensemble-Leiter Ty Boomershine spricht über Politiker, als...
