Repertoire und Re-enactment

Was macht das Tanztheater Wuppertal ohne Pina Bausch?

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Die Nachricht von Pina Bauschs plötzlichem Tod am 30. Juni 2009 war frisch eingetroffen, die Bestürzung groß, da flammten schon die Spekulationen auf: Wie geht es weiter in Wuppertal? Wer kann die Leitung der Kompanie übernehmen? Was passiert mit den Stücken, dem seit 1973 angesammelten Repertoire? Inzwischen gibt es wieder business as usual, nachdem zumindest die personelle Frage geklärt wurde und mit der künstlerischen Leitung des Tanztheaters Wuppertal Dominique Mercy, seit 1973 Ensemblemitglied, und Robert Sturm, zehn Jahre lang Pina Bauschs Assistent, betraut worden sind.

Sowohl Mercy als auch Sturm betonen, wie wichtig die Kontinuität sei. «Uns ist bewusst, dass wir es mit einem großen Schatz zu tun haben, den wir so lange wie möglich pflegen müssen», sagt Mercy. In der Tat, der gleichzeitige Blick von Pina Bausch zurück und nach vorn machte das Tanztheater Wuppertal spätestens seit 1981, seit dem Fes­tival «Theater der Zeit» in Köln, als erstmals eine Werkschau zusammengestellt worden war, zu einer Repertoirekompanie, die einzig die Stücke ihrer Leiterin aufführt – in dieser Hinsicht vergleichbar dem Hamburg Ballett von John Neumeier, das in erster Linie Ballette des ...

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Tanz März 2010
Rubrik: Traditionen, Seite 48
von Klaus Kieser

Vergriffen
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