reden hilft
gegen Angst und Missverständnisse, gegen Konflikte, Traumata, Kriegs- und Terrorbilder. Tanzen hilft auch, aber manche müssen sich erst einmal von der Seele reden, was sich dort an Bedrohlichem ein- genistet und verkapselt hat. Der Choreograf Darrel Toulon fuhr in den einst umkämpften Kosovo und hatte ein paar Ideen, wie er dem Nationalballett des Landes begegnen, was er mit ihm erarbeiten könne. Es kam ganz anders (Seite 32). Toulon lernte zuzuhören. Diese Erfahrung hat er nun vielen voraus, die im Namen einer Ideologie den Akt des Wahrnehmens verweigern.
Wirklichkeit? Ist für sie ein Wort, dessen Inhalt sie selbst bestimmen.
Worte können wehtun, die Wirklichkeit auch. In Tunesien brach der «Arabische Frühling» an, wurden die Blütenträume eines autokratischen Regimes von den realen Verhältnissen geknickt. «Sacré Printemps!» nennen die Choreografen Aïcha M’Barek und Hafiz Dhaou das Stück zum Aufstand (Seite 24). Wo etwas aufbricht und ausbricht, bricht immer auch etwas ab. Ein Menschenleben zum Beispiel. Die einen werden geopfert, andere opfern sich selbst. Sie dürsten nach Erlösung, Erhöhung, nach dem verheißenen Paradies. Das kein unbotmäßiges Wort, kein rabiater Pinselstrich, ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: editorial, Seite 1
von
Unter allen Spielarten des Urban Dance ist das Krumping für die Bühne restlos untauglich. Krumping ist tierisch, aggressiv, Ausdruck von Wut und Ohnmacht. Hände schnellen vor, der Kopf wendet sich ab, das Gesicht zeigt Abscheu, wilde Gesten machen den starken Mann oder die starke Frau. Spätestes seit David LaChapelles Kinowerbefilm «Rize» (2005) sind die Krumper...
______ impressum
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
__Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH
__Redaktion
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Mitarbeit: Dorion Weickmann,
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__Gestaltung &...
«Mit seinem rasanten, ungebärdigen Bewegungsstil katapultierte James Brown, als Tänzer weitgehend Autodidakt, die Fußarbeit in neue Sphären», schreibt Brenda Dixon-Gottschild in ihrem Buch «The Black Dancing Body». Jawohl, die Rede ist vom Soul-Sänger James Brown, der ab den 1960er-Jahren nicht nur mit seiner rabiaten Röhre, sondern auch mit aggressiven dance moves...
