la la land

Eine Hommage an die große Musical-Ära – und zugleich ein Abgesang

Tanz - Logo

«One, two, and one, two, three, four», und weiter geht die Jazz-Session, während der Abspann über die Leinwand rollt. Nach gut zwei Stunden ist die Reise durch «La La Land» vorbei, eine Nostalgietour auf den Spuren der MGM-Musicals, die ab den 1940er-Jahren die Kinokassen klingeln ließen. Damien Chazelles Film ist eine Liebeserklärung an die Stars der goldenen Hollywood-Jahre, an Farbrausch und Kulissenzauber, Stepp-Virtuosen, Gamaschenschuhe und Schlaghosen.

Doch statt das Gestern in den Kunsthimmel zu loben, lassen Regie und Drehbuch keinen Zweifel daran, dass auch die Cinemascope-Träume nur Schäume waren, Alltagsfluchten und Gute-Laune-Macher. Deshalb gibt es kein Happy End in «La La Land», sondern ein Finale nach der Devise: «Was wäre gewesen, wenn?»

Was wäre gewesen, wenn der Pianist Sebas-tian die Schauspiel-Aspirantin Mia im entscheidenden Augenblick geküsst hätte? Wenn nicht beide um ihren Karrierestart hart gekämpft und dafür das eine oder andere hehre Ziel, ja das Ethos des Künstlers stückweise geopfert hätten? Wenn sie aller Unbill und allem Streit zum Trotz zusammen geblieben wären, das private Glück dem Promiglanz vorgezogen hätten? Dann säße Mia, inzwischen zur ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2016
Rubrik: Produktionen - Im Kino, Seite 18
von Dorion Weickmann

Weitere Beiträge
mithkal alzghair

Mithkal Alzghair, Sie haben in Paris mit Ihrem Trio «Déplacement» den Wettbewerb «Danse élargie» am Théâtre de la Ville gewonnen. Wenn wir Europäer das Stück sehen, scheint es uns mit Krieg, Gewalt und gleichzeitig mit traditionellen Tänzen in Verbindung zu stehen. Gar nicht so falsch. Als ich die Arbeit zu «Déplacement» begann, lebte ich bereits seit mehreren...

clip des monats

Da entspannt man in umhegter Natur, die Sonne scheint. Selbst das Bücherbord droht nicht mit Lektüre, es handelt sich dabei nur um eine Fototapete. Dieses Ferienhaus irgendwo in Irland ist das Setting für Suzanne Cleary und Peter Harding, zwei Tänzer der dort heimischen Kompanie Up & Over It. Ihre Füße liegen verdientermaßen auf dem Tisch. Ihre Hände wissen nicht,...

serie: master-macher

Die Transitions Dance Company ist eine seit 1982 bestehende Kompanie, für die jedes Jahr drei zeitgenössische Choreografen je ein 15- bis 30-minütiges Stück entwerfen. Damit stellt die Kompanie einen Tanzabend zusammen und geht auf Tournee. Danach wird die Tanztruppe komplett neu besetzt, niemand bleibt länger als neun Monate.

Was in dieser kurzen Beschreibung wie...