abschied
Es war wohl eine Überraschung, als an Stelle der angefragten Natalia Makarova die Ballettmeisterin des American Ballet Theatre, Elena Tschernischova, 1991 für zwei Spielzeiten Chefin des Balletts der Wiener Staatsoper wurde. Sie brachte eine Reihe neuer Solisten mit, darunter Katherine Healy und Kenneth Greve. Ihr größter Coup war jedoch das Engagement des jungen Vladimir Malakhov, der in Wien als Romeo in der Cranko-Fassung debütierte und Tschernischovas «Giselle»-Einstudierung 1993 an der Seite von Brigitte Stadler zum großen Erlebnis machte.
Auch den «Don Quixote» brachte sie neu ins Repertoire.
Elena Tschernischova, 1939 in Leningrad geboren, wurde nach ihrer Ausbildung an der Waganowa-Ballett-akademie ins Kirow-Ballett engagiert. Sie reüssierte als choreografische Assistentin von Leonid Jacobson. 1976 ging Tschernischova nach New York und machte sich am American Ballet Theatre in der goldenen Direktionszeit von Mikhail Baryshnikov einen hervorragenden Namen als Pädagogin und Coach großer klassischer Tänzer, unter anderem von Susan Jaffe. Die letzten Jahre verbrachte sie wieder in Sankt Petersburg. 2013 erschien ihre mit Joel Lobenthal verfasste Autobiografie «Dancing on Water: ...
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Tanz April 2015
Rubrik: menschen, Seite 26
von Arnd Wesemann
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