Tanzjournalist
Storys
«Die Einheitschoreografin. Warum Sasha Waltz ein Denkmal braucht?» – «Waren die Großeltern dümmer als ihre Enkel heute? Der Kindertanz auf dem Prüfstand» – «Da steppt der Eisbär: Am Polarkreis improvisieren Russen, Finnen, Norweger und Kanadier gemeinsam». Jede dieser Storys könnte in der «Zeit» stehen, als Reportage in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» oder als eine Filmdokumentation auf arte laufen.
All diese Geschichten versprechen, etwas zu erzählen: über den Tanz und damit über eine Kunstform, die in Wahrheit in den Zeitungen immer seltener auftaucht. Sagen die Kritiker, denn es werden immer seltener Rezensionen gedruckt.
Rezensenten
Nun unterscheidet sich eine Rezension erheblich von einer Kritik und diese von einer Reportage. So jedenfalls steht es im «Handbuch des Journalismus». Wir stellten diese Frage aber lieber der Pressestelle einer hiesigen Ballettkompanie. Ihre Antwort: «Eine Rezension soll möglichst objektiv von unserer Premiere berichten. Eine Kritik ist ja wohl ein Verriss. In dem Fall behalten wir uns vor, die betreffende Person nicht mehr einzuladen. Ein Reporter ist bei uns jederzeit herzlich willkommen, um einen Blick hinter die Kulissen zu ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Vermittler, Seite 62
von Arnd Wesemann
Das tunesische Choreografenpaar pendelt seit Jahren zwischen Lyon und Tunis, doch mit und seit der Revolution verlegten sie ihren Schwerpunkt in die alte Heimat zurück: als künstlerische Kodirektoren programmierten sie im Mai die zehnte Edition des renommierten Festivals «Rencontres Chorégraphiques de Carthage». Seit 2002 arbeiten die Mittdreißiger zusammen,...
Er übertrifft alles. Allein, wie sie die Bühne des «Jacob’s Pillow Dance Festival» betritt, zu sehen, wie sie augenblicklich die Aufmerksamkeit des Publikums fesselt, ist einfach unvergesslich. Es geht ein regelrechter Ruck durch die Menge. Man begreift: Es liegt etwas Besonderes in der Luft. Dieses Kraftwerk von Tänzerin, die Klarheit ihres Blicks und ihrer...
Leipzig, Alter Markt
Die Touristen speisen unter Sonnenschirmen. Die Welt spricht in allen Sprachen. Das Gemurmel weht wie ein leichtes Tuch durch die Altstadtgassen. Im vierten Stock, obendrüber, befindet sich ein Büro von ausgesuchter Virtualität: ein Computer, ein I-Pad, ein tragbares Telefon, ein Kaffeeautomat. Das reicht. Auch der Name, Culture Partner, weist...
